Ein Fahrrad liegt unter einem Lkw
Bildrechte: Roland Halkasch

16.04.2019 | 10:36 Uhr Radfahrer bei Unfall in Dresden schwer verletzt

Ein Fahrrad liegt unter einem Lkw
Bildrechte: Roland Halkasch

Ein Radfahrer ist am Morgen bei einem Verkehrsunfall im Dresdner Norden schwer verletzt worden. Nach ersten Informationen der Polizei wollte ein Lkw auf der Radeburger Straße nach rechts abbiegen. Dabei stieß er mit dem Fahrrad zusammen. Der Radfahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wegen der Unfallaufnahme kam es für zweieinhalb Stunden zu Verkehrsbehinderungen in diesem Bereich.

Die Zahl der Verunglückten bei Fahrradunfällen in Sachsen steigt. 2018 sind laut Zahlen des Statistischen Landesamtes 4.309 Fahrradfahrer in Unfälle verwickelt gewesen, ein Jahr zuvor waren es 3.932 Verunglückte. Zudem sind auch mehr Radfahrer bei Unfällen ums Leben gekommen.

  Verunglückte insgesamt davon Getötete davon Schwerverletzte davon Leichtverletzte
01/2019 133 2 20 111
2018 4.309 35 954 3.320
2017 3.932 19 918 2.995

Quelle: MDR/ah/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.04.2019 | 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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7 Kommentare

17.04.2019 22:05 Janes 7

@Felix 4/5: Und weil eine Regel für Sie scheinbar sinnlos ist, muss diese nicht eingehalten werden? Und wenn dann ein Fahrradfahrer zu Tode kommt, ist es pietätlos Kritik zu äußern?? Die von mir genannten Punkte, sind zur Sicherheit für Radfahrer-rote Ampeln einhalten usw, oder nicht. Wenn Ihnen aber die Ampelschaltung für unlogisch erscheint, sprich, Sie müssen wie alle anderen auch anhalten, dann dürfen Sie als Radfahrer aber fahren, weil es unlogisch anzuhalten?!
Ich glaube, dass es einer gewissen Intelligenz bedarf, sich an Regeln halten zu können. Und wer das nicht kann, braucht harte Konsequenzen.
Für Radfahrer (im Verhältnis zu Fußgängern) scheint mir eher zu gelten: wer schneller ist hat Vorrang. Außer im Straßenverkehr-da muss der Radfahrer berücksichtigt werden. Seltsame Logik, die Sie hier anführen.

17.04.2019 21:55 Janes 6

@Felix 3: In Dresden überwiegend aus Sicht eines Fußgängers. Ich sagte ja auch, dass es gewiss nicht alle Fahrradfahrer betrifft. Aber die Rowdys fallen nun mal auf! Und die wenigsten sind die auch nicht. Womöglich sind vor allem die, die auch Auto fahren die Vernünftigeren. Müsste man mal erforschen.

Wieso bringt denn Kritik nichts? Ich würde so eine "Einsicht" gern mal von einem Fahrradverein hören.

Es geht in dem Artikel auch um die Verkehrssicherheit. Das pietätlos zu bezeichen ist realitätsfern! Oder muss ich warten bis einer stirbt, der bei Rot gefahren ist?

Ganz ehrlich-wenn man sich auf die Vernunft verlassen könnte, sollte man für Radfahrer ganze Straßennetze einrichten. Aber bisher habe ich einen anderen Eindruck.

17.04.2019 17:14 Felix 5

@Janes #2 Fortsetzung: Und eines sollte auch bedacht werden (mal ganz abgesehen davon, dass es genügend Autofahrer gibt, die die Regeln auch nicht einhalten): Bestimmte Regeln sind zwar allgemein gültig, aber hauptsächlich eingeführt, damit der Autoverkehr gut funktioniert. Etliche Regeln bräuchten Radfahrer und Fußgänger gar nicht - sie kämen auch so gut miteinander klar. Ihre Auflistung ist einfach nur verrückt: Rotlicht, Stoppschild, Einbahnstraßen ... die Gefährdung durch Radfahrer ist doch dort total minimal bzw. bringen sie sich maximal selbst in Gefahr. Und hier gilt wieder: Gegenseitige Rücksichtnahme ist viel wichtiger als das sture Einhalten von Regeln! Und darauf sollte man pochen, als ständig die Leier mit den roten Ampeln etc. zu bringen. Und evtl. hilft es da, immer auch zuerst mal bei sich selber zu schauen und generell entspannter zu werden.

17.04.2019 17:05 Felix 4

@Janes #2 Fortsetzung: Die Sache mit den Regeln ist deutlich komplizierter. Regeln brauchen auch eine gewisse Logik, müssen also nachvollziehbar sein und sinnvoll - sonst werden sie nicht akzeptiert. Die Straßen sind seit Jahren für Autos optimiert. Fahrradfahrer und Fußgänger werden extrem vernachlässigt. Ampelschaltungen sind zum Beispiel oft radfahrer- und fußgängerfeindlich. Es gibt Bettelampeln und sinnlose Ampelschaltungen. Dann werden Wege als Radwege beschildert, die überhaupt nicht benutzbar sind (geschweige denn einer Norm genügen). Bei Baustellen wird nicht an Radfahrer gedacht usw.usf. Etliche Autofahrer sind auch der Meinung (und liegen völlig falsch), dass Radfahrer nichts auf der Straße zu suchen haben und überholen knapp und hupen. Radfahrer flüchten auf den Fußweg, wo sie dann zur Gefahr für Fußgänger werden. Wer viel Rad fährt, gewöhnt sich daran, dass Regeln oft nicht eingehalten werden können, weil sie sich sogar teilweise widersprechen - irgendwann ignoriert man.

17.04.2019 16:56 Felix 3

@Janes #2: Das war ja mal ein Rundumschlag. Aus welcher Position (Autofahrer, Fußgänger, ???) kritisieren Sie denn? Mit solchen Rundumschlägen kommt man nicht weiter. Erstens gibt es in den seltensten Fällen Nutzer nur einer Fortbewegungsart - Fußgänger sind wir z.B. alle, denn jeder muss irgendwie zu seinem Fahrzeug kommen. Und etliche Fahrradfahrer sind auch Autofahrer und andersherum genauso. Und man könnte so einen Rundumschlag genauso über Autofahrer schreiben oder über Fußgänger. Also: Bringt gar nichts. Nun die Frage: Worum geht es denn genau? Und warum so ein Rundumschlag unter einen Artikel, wo gerade ein Fahrradfahrer von einem LKW schwer verletzt wurde??? Ich finde dies sehr pietätlos und unanständig.
Generell kann man kritisieren, dass es immer weniger Rücksichtnahme gibt und immer mehr Egoismus. Soweit gehe ich mit.

17.04.2019 11:31 Janes 2

Ich habe es oft in Dresden erlebt, dass für Radfahrer scheinbar keine Regeln gelten. Rote Ampeln, Stopp Schilder werden ignoriert, genauso wie Einbahnstraßen. Auf dem Fußweg wird rücksichtslos gerast, keinerlei Abstand zu Fußgängern gesucht, und dann noch dreist pöbeln. Und nicht zu vergessen, dass so ein Rad auch verkehrssicher sein sollte.

Sicherlich sind nicht alle Radfahrer so dreist.

Aber hier braucht es erstmal ein Umdenken, wie man sich in der Gemeinschaft zu verhalten hat. Was tragen die Fahrradverbände dazu bei? Wenn der Radweg zu schmal ist, wird großzügig kritisiert (ZBsp. Albertbrücke). Vielleicht sollte man hier mal einen richtigen Strafenkatalog erlassen, vor allem bei Rotlicht, Stopp Schild und Einbahnstraßenverstößen sowie Abstand-Tempo vor allem auf gemeinsamen Rad-Fußwegen. Regeln sind wichtig und gelten für alle.

16.04.2019 20:45 Felix 1

Einfach schrecklich, dass ständig solche schweren Unfälle passieren. Und in Dresden (CDU+FDP) wird über Parkplätze und Nachteile von Autofahrern gefaselt, statt etwas für die Sicherheit von Radfahrern zu tun. Und wie man hier sieht, sind Radwege abseits der Straße keineswegs sicher - ganz im Gegenteil: Man wird schneller (bei Kreuzungen und Abzweigen) mal übersehen. Die Radeburger Straße ist definitiv eine Fehlplanung bzw. einzig auf Kfz+LKW optimiert. Solche Straßen dürfte es in einer Stadt gar nicht geben, auf denen Radfahrer nicht fahren dürfen und es für diese keine gute Möglichkeit gibt, von A nach B zu kommen. Und an Fahrradfahrer kann man nur appellieren: Denkt für die anderen Verkehrsteilnehmer mit. Und wenn ein Radweg zu gefährlich ist, dann nutzt die Fahrbahn. Sollen die Autofahrer hupen - es geht um eure Sicherheit!

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