09.07.2020 | 11:59 Uhr Dresdner Kampfsporttrainer muss wegen Kindesmissbrauchs ins Gefängnis

Gerichtssaal mit einem Beschuldigten, einem Justizbeamten und einem Anwalt
Bildrechte: Tino Plunert

Das Dresdner Landgericht hat einen Aikido-Trainer wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu sechs Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er sich über zehn Jahre an insgesamt elf Kindern und Jugendlichen vergangen hatte.

Er hatte zunächst Arbeitsgemeinschaften an einer Grundschule aufgebaut, später eine eigene Kampfsportschule gegründet und auch privat unterrichtet. Bei "Abschlussmassagen" soll er unter anderem Jungs an die Genitalien gegangen sein.

Taten teilweise gefilmt

Ein Opfer soll er regelmäßig in einem Raum der Schulsporthalle missbraucht haben, andere ihm anvertraute Schüler bei Kursen und Freizeiten. Zuweilen soll er Taten auch gefilmt haben. Der Aikido-Lehrer war Ende Oktober 2019 festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Gleich zu Prozessbeginn hatte der Angeklagte seine Schuld eingestanden. Damit ersparte der 50-Jährige den Opfern eine Aussage vor Gericht.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.07.2020 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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