06.07.2020 | 18:55 Uhr Bei stufenweiser Job-Wiedereingliederung: Krankenkasse muss Fahrtkosten erstatten

Das Arbeits-, Sozial- und Verwaltungsgericht in Dresden
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Das Sozialgericht Dresden hat die Rechte von Arbeitnehmern gestärkt, die nach langer Erkrankung ihren Job stufenweise wieder aufnehmen. Wie aus einem am Montag veröffentlichten Urteil des Gerichts hervorgeht, muss die Krankenkasse die Kosten für die Fahrt zum Arbeitsplatz erstatten. Die Übernahme sei auf die Kosten beschränkt, die entstehen, wenn das preiswerteste, regelmäßig fahrende öffentliche Verkehrsmittel genutzt werde, hieß es.

Erstattung von Fahrtkosten

Im konkreten Fall hatte ein Mann die Erstattung von Fahrtkosten verlangt, die ihm während einer Wiedereingliederung entstanden waren. Dabei ging es um 85 Euro, die er aufgebracht hatte, um von seinem Wohnort in Coswig zu seinem Arbeitgeber in Dresden zu fahren. Das Gericht verpflichtete die Krankenkasse dazu, diesen Betrag zu zahlen.

Belastung am Arbeitsplatz langsam steigern

Mit der stufenweisen Wiedereingliederung bekommen langzeiterkrankte Arbeitnehmer die Möglichkeit, ihre Belastungsfähigkeit am Arbeitsplatz stundenweise zu steigern, wieder gesund und arbeitsfähig zu werden. Je nachdem, ob diese Maßnahme im Zusammenhang mit einer stationären Rehabilitation steht, erhalten Arbeitnehmer in dieser Zeit Krankengeld durch die Krankenkasse oder Übergangsgeld durch die Rentenversicherung.

Berufung noch möglich

Das Urteil ist laut Sozialgericht noch nicht rechtskräftig. Die Krankenkasse kann noch Berufung beim Sächsischen Landessozialgericht in Chemnitz einlegen.

Quelle: MDR/dpa/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.07.2020 | 17:00 Uhr in den Nachrichten

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