Marder-Schützenpanzer der Bundeswehr.
Panzer - Symbolbild. Bildrechte: MDR/Oliver Gussor

31.08.2019 | 12:52 Uhr Versammlungsbehörde verbietet Panzer des Zentrums für Politische Schönheit vor dem Landtag in Dresden

Marder-Schützenpanzer der Bundeswehr.
Panzer - Symbolbild. Bildrechte: MDR/Oliver Gussor

Mit einem Panzer vor dem Landtag wollte die Künstlergruppe "Zentrum für politische Schönheit" gegen die AfD protestieren. Daraus scheint jedoch nichts zu werden. Wie Radio Dresden über den Kurznachrichtendienst Twitter vermeldet, hat die Dresdner Versammlungsbehörde den Panzer als Kundgebungsmittel untersagt. Die Künstlergruppe will den 13,5 Tonnen schweren, demilitarisieren Panzer trotzdem anliefern.

Kriegserklärung an die AfD

Im Vorfeld hatte der Leiter der Gruppe, Philipp Ruch, erklärt, dass man mit dem Panzer der AFD den Krieg erklären wolle. "Wir sehen die Aktion als Zeichen der wehrhaften Demokratie und der Zivilgesellschaft", sagte Ruch. Der Panzer sollte in der Nacht zum Sonntag vor dem Landtag platziert werden. Für den Fall, dass es die letzten freien Wahlen in Sachsen seien, wolle man vom Recht der Meinungsfreiheit Gebrauch machen, so Ruch.

Künstlergruppe sorgt immer wieder für Aufsehen

Für die Landtagswahl am Sonntag wird mit einem deutlichen Erstarken der AfD gerechnet, die bei der letzten Landtagswahl mit 9,7 Prozent in das sächsische Landesparlament zogen. In den jüngsten Umfragen kam die CDU allerdings auf Werte zwischen 29 Prozent 31 Prozent - und hätte somit einen Vorsprung vor der AfD ( 25 Prozent ). Das Zentrum für Politische Schönheit sorgt immer wieder für Aufsehen. So hatten Aktivisten neben dem Haus des Thüringer AfD-Politikers Björn Höcke das Berliner Holocaust-Mahnmals nachgebaut.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 31.08.2019 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 31. August 2019, 12:51 Uhr

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