03.02.2020 | 05:00 Uhr Kandidaten für Bischofsamt stellen sich in Dresden vor

Zwei Männer und eine Frau
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Dresden stellen sich am Montagabend eine Kandidatin und zwei Kandidaten öffentlich für das Bischofsamt vor. Oberlandeskirchenrat Tobias Bilz, die Plauener Superintendentin Ulrike Weyer und ihr Meißner Kollege Andreas Beuchel beantworten in der Himmelfahrtskirche die Fragen der Besucher. Der MDR wird die Veranstaltung ab 19 Uhr live übertragen.

Am Dienstag sind die Bewerber zu Gast in der Chemnitzer Markuskirche und am Mittwoch werden sie in der Leipziger Michaeliskirche erwartet. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr. Die Wahl selbst findet erst Ende des Monats bei einer Sondersitzung des Kirchenparlaments statt.

*Den zwei Kandidaten und der Kandidatin wurden zehn gleiche Fragen gestellt, auf die sie sich vorbereiten konnten. Jeder hatte vier Minuten Zeit für die Antworten. Auch wenn nicht alle Fragen beantwortet werden konnten, endet das Video nach vier Minuten.

Andreas Beuchel

Andreas Beuchel (56) aus Meißen ist seit Oktober 2015 Superintendent im Kirchenbezirk Meißen-Großenhain, Dompfarrer zu Meißen und Pfarrer der St. Afra Kirchgemeinde Meißen. Zuvor war er über acht Jahren als Rundfunkbeauftragter der sächsischen Landeskirche und als Senderbeauftragter im Bereich des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) tätig. Seinen ersten Gemeindepfarrdienst trat er 1992 in der Kirchgemeinde Skassa-Strießen im damaligen Kirchenbezirk Großenhain an, wo er auch Jugendpfarrer war. 1999 übernahm er die Pfarrstelle in Dresden Bad-Weißer-Hirsch. Er war für besondere Aufgaben im Kirchenbezirk zuständig und Teil des Autorenteams für Rundfunkandachten.

1963 in Pirna geboren, wuchs Andreas Beuchel in einem Pfarrhaus in Dittersbach, später in Freiberg auf und absolvierte nach der Schulzeit eine Berufsausbildung als Meliorationstechniker mit Abitur im brandenburgischen Friesack. Nach dem Ende seiner Bausoldatenzeit entschied er sich für ein Theologiestudium, das er 1985 an der Universität Leipzig begann. Das Studium und den Vorbereitungsdienst (Vikariat) beendete er 1992 mit dem Zweiten Theologischen Examen.

Andreas Beuchel ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Quelle: Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens

Tobias Bilz

Tobias Bilz (55) aus Dresden leitet seit Jahresbeginn 2019 als Oberlandeskirchenrat im Landeskirchenamt das Dezernat IV.  Es umfasst u.a. den Bereich der Kirchlichen Werke und Einrichtungen, die Seelsorge, den Gemeindeaufbau und die Medien. Zuvor war er elf Jahre als sächsischer Landesjugendpfarrer im Landesjugendpfarramt in Dresden tätig. 1991 wurde Bilz Pfarrer im erzgebirgischen Erlbach-Kirchberg. Ab 2001 war er zusätzlich mit dem Dienst als Jugendpfarrer im damaligen Kirchenbezirk Stollberg beauftragt.

1964 in Dornreichenbach bei Wurzen geboren, entschied sich Tobias Bilz nach seinem Schulabschluss in Pleißa bei Chemnitz und einer Ausbildung zum Instandhaltungsmechaniker in einer Werkzeugfabrik in Altenburg 1983 für die Aufnahme eines Theologiestudiums am Theologischen Seminar in Leipzig. Das Studium und den Vorbereitungsdienst (Vikariat) schloss er 1991 mit dem Zweiten Theologischen Examen ab. 

Tobias Bilz ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Quelle: Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens

Ulrike Weyer

Ulrike Weyer (46) aus Plauen ist seit Jahresbeginn 2015 Superintendentin im Kirchenbezirk Plauen und seit Jahresanfang 2020 im vergrößerten Kirchenbezirk Vogtland die leitende Geistliche. Zuvor war sie elf Jahre Pfarrerin im nordsächsischen Kirchspiel Sornzig (Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz). In dieser Zeit absolvierte sie eine Klinische Seelsorgeausbildung zur Notfallseelsorge und verschiedene Weiterbildungen, u.a. im Kurs "Führen, Leiten und Entwickeln".

1973 in Dresden geboren, absolvierte Ulrike Weyer nach der Schulzeit eine Berufsausbildung zur Wirtschaftskauffrau. Nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium entschied sie sich 1993 für ein Studium der Evangelischen Theologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und wechselte 1998 an die Theologische Fakultät der Universität Leipzig. Das Studium und den Vorbereitungsdienst (Vikariat) schloss sie 2003 mit dem Zweiten Theologischen Examen ab.

Ulrike Weyer ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn.

Quelle: Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens

Ex-Bischof Rentzing hat Amt abgegeben

Die Bischofswahl ist notwendig, weil Carsten Rentzing das Amt als Landesbischof im November 2019 abgegeben hat. Zuvor hatte es eine heftige öffentliche Debatte um seine Vergangenheit gegeben. Er war unter anderem wegen seiner Mitgliedschaft in einer schlagenden Verbindung und von ihm als Student verfasster Texte in einer rechten Zeitschrift in Kritik geraten.

Rentzing wurde 2015 für zwölf Jahre zum Landesbischof gewählt. Seit seinem Rücktritt ist das Amt "verwaist" - wie es in der Kirchenverfassung heißt. Es gibt in der sächsischen Landeskirche keinen stellvertretenden Bischof. Einige Aufgaben hat Oberlandeskirchenrat Thilo Daniel übernommen, Dezernent für theologische Grundsatzfragen im sächsischen Landeskirchenamt. Er vertritt den Bischof zum Beispiel bei repräsentativen Terminen wie Gottesdiensten.

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.02.2020 | 07:50 Uhr
MDR SACHSENSPIEGEL | 03.02.2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Februar 2020, 05:00 Uhr

1 Kommentar

Maria A. vor 8 Wochen

Wir wollen das Beste (er)hoffen und das Schlimmste annehmen...
Wir müssen eh nehmen, was kommt. Dabei hätten wir, also ich meine da nur meine Wenigkeit, sowie etliche Bekannte und zwei Verwandte, den Rentzing so gern behalten.

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