Festakt Letzte Wachpolizisten werden ausgebildet

Sächsische Wachpolizisten verlassen zu Beginn ihrer Ausbildung in der Hochschule der Sächsischen Polizei einen Hörsaal.
Im November beginnt der letzte Jahrgang der Wachpolizei seine Ausbildung. Bildrechte: dpa

Im November beginnt der letzte Ausbildungsjahrgang der sächsischen Wachpolizei. Für die 129 Teilnehmenden startet die letzte Ausbildungsrunde mit einem Festakt am Freitag. In den vergangenen Jahren haben nach Angaben des Innenministeriums 971 Frauen und Männer die Ausbildung erfolgreich beendet.

Eine Wachpolizei im Freistaat gab es schon nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA, das Gesetz trat aber 2006 wieder außer Kraft. Wegen der Belastungen der Beamten durch Demonstrationen, Auseinandersetzungen bei Fußballspielen und Einsätzen rund um Asylunterkünfte hatte der Landtag Ende 2015 deren Wiedereinführung beschlossen.

Aushilfe während Personalnot

Wachpolizisten helfen in den Polizeidienststellen beim Schutz von Flüchtlingsunterkünften sowie jüdischer und muslimischer Einrichtungen, sichern Festnahmen und Gefangenentransporte mit ab und bewachen Wohnorte gefährdeter Personen. Außerdem besteht nach mindestens einem Jahr Dienstzeit die Möglichkeit, eine verkürzte Polizeiausbildung zu beginnen. 342 der Hilfskräfte hätten diese Chance genutzt, so das Ministerium.

Wachpolizisten hätten in der Zeit personeller Not dazu beigetragen, dass die Polizei ihren Aufgaben in hoher Qualität gerecht werden konnte, sagte eine Ministeriumssprecherin. In der Regel hatten sie bereits einen Berufsabschluss, als Altenpflegerin, Friseur, Köchin, Pferdewirt, Lackiererin, Straßenbauer oder Zahntechnikerin.

Quelle: MDR/bj/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 30.10.2020 | 19:00 Uhr

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