Oberlandesgericht Dresden Weiterer Prozess um rechtsextreme "Gruppe Freital"

«Gruppe Freital»
Die "Gruppe Freital" verbreitete 2015 rechtsextremen Terror in Freital, Dresden und dem Umland. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Vor dem Oberlandesgericht Dresden (OLG) beginnt am kommenden Dienstag der dritte Prozess gegen mutmaßliche Unterstützer der sogenannten "Gruppe Freital". Angeklagt sind zwei Männer und eine Frau. Laut OLG sind vorerst insgesamt neun Verhandlungstage bis Mitte März geplant. Der Prozess "Freital III" findet in dem für Terrorverfahren genutzten speziellen Gerichtsgebäude am Dresdner Stadtrand statt.

Lange Liste mutmaßlicher Straftaten

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden wirft den Angeklagten Beteiligung an je einer Straftat der als rechtsterroristisch eingestuften Gruppe vor. Bei einem der Beschuldigten geht es im Zusammenhang mit dem Angriff auf ein alternatives Wohnprojekt auch um das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, Sachbeschädigung, gefährliche Körperverletzung und versuchte gefährliche Körperverletzung.

Urteil im zweiten Prozess im Februar erwartet

Es ist das bisher dritte "Gruppe Freital"-Verfahren. Im März 2018 waren acht Mitglieder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Seit September 2020 läuft der zweite Prozess gegen vier weitere mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer. Dabei werden in der kommenden Woche die Plädoyers erwartet. Die Urteilsverkündung ist für den 4. Februar geplant.

Die "Gruppe Freital" hatte 2015 in der gleichnamigen Stadt südwestlich von Dresden und Umgebung Sprengstoffanschläge auf Ausländer und politisch Andersdenkende verübt.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.01.2021 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

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