24.09.2019 | 14:36 Uhr Sieben Wohnungen von mutmaßlichen Rechtsextremisten in Dresden durchsucht

30 Beamte der Sonderkommission Rechtsextremismus haben am Dienstag die Wohnungen von sieben Tatverdächtigen durchsucht. Wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte, stehen die Beschuldigten im Verdacht, eine kriminelle Vereinigung gegründet zu haben.

Polizeiabsperrung
Die Polizeidirektion Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen haben am Dienstagmorgen die Wohnungen von sieben Tatverdächtigen durchsucht. Bildrechte: imago/Hubert Jelinek

Bei den Durchsuchungen wurden ein Totschläger, Elektroschocker und Quarzhandschuhe sichergestellt. Außerdem beschlagnahmten die Beamten diverse Kleidungsstücke, illegale Pyrotechnik, Anabolika und technische Geräte wie Speichermedien oder Mobiltelefone. Laut Landeskriminalamt Sachsen sollen die sieben Männer in den Jahren 2015 und 2016 mehrere Straftaten gegen Asylbewerber, politische Gegner oder Polizeibeamte begangen haben. Zudem seien mögliche Verbindungen zur Neonazigruppe "Freie Kameradschaft Dresden" Gegenstand der Ermittlungen, heißt es weiter.

Nicht das einzige Verfahren gegen Rechtsextremisten

Gegen diese und weitere Tatverdächtige laufen noch Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf besonders schweren Landfriedensbruch im Zusammenhang mit den fremdenfeindlichen Ausschreitungen im Jahr 2015 vor einem Zeltlager in Dresden und einer Erstaufnahmeeinrichtung in Heidenau. Dabei wurden auch mehr als 30 Polizisten verletzt. In diesem Zusammenhang wird bereits gegen zwei weitere Beschuldigte vor dem Landgericht Dresden verhandelt.

Quelle: MDR/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.09.2019 | 15:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 24. September 2019, 14:35 Uhr

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