Hyazinthara Zoo Dresden
Nach zweimonatiger Odyssee durch Dresden ist der Hyazinth-Ara wieder wohl behalten im Dresdner Zoo angekommen. Bildrechte: Zoo Dresden

Fangversuch geglückt Hyazinth-Ara wieder zurück im Zoo Dresden

Im September waren im Dresdner Zoo zwei Papageien aus ihrer Voliere ausgebüxt. Das Männchen konnte nach kurzer Zeit gefangen werden. Das Ara-Weibchen ließ sich nicht so leicht bitten.

Hyazinthara Zoo Dresden
Nach zweimonatiger Odyssee durch Dresden ist der Hyazinth-Ara wieder wohl behalten im Dresdner Zoo angekommen. Bildrechte: Zoo Dresden

Mitte September hatten sich ein hellroter und ein blauer Ara des Dresdner Zoos aus dem Staub gemacht. Das Männchen konnte bald in der Nähe des Tierparks mit einem Kescher eingefangen werden. Das Weibchen bereitete den Tierpflegern Sorge: Es wurde zwar mehrfach gesichtet, man kam aber nicht so richtig an den Vogel heran.

Am Sonntag gelang es, den Hyazinth-Ara wieder einzufangen. Leckeres Futter und Geduld brachten den Erfolg. "Mit Hilfe einer Futterfalle, die wir an einem festen Futterplatz im Garten einer Familie im Stadtteil Leubnitz-Neuostra aufgebaut hatten, konnte der Vogel von der Anwohnerin selbst eingefangen werden", teilte Zoodirektor Karl-Heinz Ukena mit. Das Ara-Weibchen habe zuletzt täglich die Futterstelle besucht, die die Anwohnerin regelmäßig füllte.

In die Futterfalle gegangen

Nach und nach wurde hier eine Falle vorbereitet. Das Ara-Weibchen hatte inzwischen so viel Vertrauen in ihren neuen Landeplatz, dass es sich davon nicht stören ließ. "An die Klappe des mit Walnüssen präparierten Fangkäfigs hatten wir eine Schnurverlängerung gebastelt, damit der Schließmechanismus aus einer Entfernung von rund fünf Metern per Hand ausgelöst werden konnte", erklärte Ukena. Als der Vogel am Sonntagmorgen wieder zum Fressen kam und sich die Walnüsse aus dem Käfig holen wollte, schnappte die Falle zu und der Ara saß fest.

Die Anwohnerin rief anschließend, wie vereinbart, die Tierpfleger, die den Vogel schnell zurück in den Zoo holten. Das Papageienweibchen ist nun wohlbehalten im Ara-Haus untergebracht, wo es sich von der Aufregung erholen soll. Der Dresdner Zoo bedankt sich bei allen Bewohnern der Stadt, die Hinweise, Nachrichten, Filme und Fotos der entflogenen Aras gesendet hatten. "Nur mit Ihrer Unterstützung konnten wir beide Ara schließlich unversehrt wieder einfangen", so der Zoochef.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.11.2018 | ab 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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Zuletzt aktualisiert: 13. November 2018, 14:32 Uhr

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2 Kommentare

12.11.2018 14:03 jackblack 2

Das ist die BESTE Nachricht des Tages, herzlichen Glückwunsch und eine stabilere Voliere.

12.11.2018 11:09 AlterOssi 1

Wir alle haben eine unabweisbare Verantwortung gegenüber der Tierwelt. Die ehrenwerte Dame aus DD ist dieser in lobenswerter Weise gerecht geworden, wodurch dem in unsere Breiten zum Bestaunen deportierten Tier ein Überleben beschieden ist. Ich wünsche mir Nachahmer zugunsten all der bedrohten Tiere in den Mastverliesen, auf den vergifteten Äckern und in Wäldern, an den von Autos aller Art effizient gehaltenen Todesfräsen für große und kleine Tiere. Einfach mal langsamer fahren, nicht von den üblen Rasern anstecken lassen, die Behörde quälen mit den Forderungen nach Kontrolle der Giftspritzer und Schlachthaus-Sadisten ...

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