Der Dampfer Stadt Wehlen fährt 2015 auf der Elbe im Stadtzentrum von Dresden an der Augustusbrücke vorbei.
Bildrechte: dpa

12.07.2019 | 20:38 Uhr Ringen um die Zukunft der Dampfschiffahrt in Dresden

Der Dampfer Stadt Wehlen fährt 2015 auf der Elbe im Stadtzentrum von Dresden an der Augustusbrücke vorbei.
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Der Weißen Flotte von Dresden geht es schlecht. Niedrigwasser in der Elbe hat zu herben Ausfällen der Dampfertouren geführt. Die Gesellschafter müssen nun über die Zukunft der Sächsischen Dampfschiffahrt entscheiden.

Sanierungskonzept abgelehnt

Auf einer ersten Versammlung am Freitag haben die Gesellschafter der Sächsischen Dampfschiffahrt ein Konzept zur Sanierung der Flotte zunächst abgelehnt. Die Pläne sehen vor, das Eigenkapital um zwei Millionen Euro zu erhöhen. Die Anteilseigner sollen zudem zeitweise auf Gewinne in gleicher Höhe verzichten. Aus Sicht des Unternehmens ist das Konzept notwendig, um Schiffsflotte und Arbeitsplätze zu erhalten. Geschäftsführerin Karin Hildebrand sagte, man werde die Pläne den Gesellschaftern Anfang August noch einmal vorlegen. Sie hofft auf eine Lösung.

Mehr als zwei Millionen Euro Umsatzeinbußen

Die Dampfschifffahrt hat Probleme durch das zunehmende Niedrigwasser der Elbe und schärfere Umweltauflagen für die Dieselmotoren der Schiffe. 2,2 Millionen weniger Umsatz verzeichnete man im Jahr 2018, dazu 30 Prozent weniger Gäste. Die Verluste belaufen sich auf mehr als 800.000 Euro.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 12.07.2019 | 19:00 Uhr

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