Digital gefärbte Rasterelektronenmikroskopie (REM) von senffarbenen, kugelförmigen Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) Bakterien, die von orangefarbenen Zellresten umgeben sind.
Unter einem Rasterelektronenmikroskop sind eingefärbte Zellen von multiresistente Bakterien zu sehen. Jahr für Jahr sterben rund 700.000 Menschen weltweit an Infektionen, gegen die keine Antibiotika mehr helfen. Bildrechte: dpa

Hygiene Zweiter Patient stirbt nach Keimalarm im Krankenhaus Dresden-Neustadt

Nach dem Tod eines Patienten am Sonntagabend ist auch der zweite Patient mit einem multiresistenten Keim im Krankenhaus Dresden-Neustadt gestorben. Vier weitere Betroffene werden dort auf der Intensivstation beobachtet. Sie tragen den gefährlichen Keim in sich, sind aber nicht daran erkrankt.

Digital gefärbte Rasterelektronenmikroskopie (REM) von senffarbenen, kugelförmigen Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) Bakterien, die von orangefarbenen Zellresten umgeben sind.
Unter einem Rasterelektronenmikroskop sind eingefärbte Zellen von multiresistente Bakterien zu sehen. Jahr für Jahr sterben rund 700.000 Menschen weltweit an Infektionen, gegen die keine Antibiotika mehr helfen. Bildrechte: dpa

Am Montagabend ist ein zweiter Patient gestorben, der mit einem multiresistenten Keim infiziert war. Das hat das Städtische Klinikum Dresden-Neustadt mitgeteilt. Bereits am Sonntagabend war ein Patient gestorben, bei dem neben anderen Grunderkrankungen auch ein multiresistenter Keim nachgewiesen worden war. Die beiden Verstorbenen (54 und 62 Jahre alt) waren mit Reserve-Antibiotika behandelt worden. Nach Angaben der Klinik waren sie zuvor mit schweren Erkrankungen ins Krankenhaus eingewiesen worden.

Keimalarm Krankenhaus-Neustadt
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Aktuell liegen vier Patienten auf der Intensivstation. Sie tragen ebenfalls den gefährlichen Keim in sich, sind aber nicht erkrankt. "Sie werden am Donnerstag nochmals getestet", sagte der Krankenhaushygieniker Dr. Michael Wendt MDR SACHSEN. Die Patienten könnten besucht werden. Allerdings dürfte wegen der strengen Hygienevorschriften immer nur ein Patient Besuch bekommen.

Die Intensivstation des Krankenhauses Dresden-Neustadt bleibt weiterhin geschlossen. Das hat Folgen für Menschen, die Operationen brauchen. Die OPs werden im Krankenhaus Friedrichstadt durchgeführt, wo auch die intensivmedizinische Betreuung der Patienten danach stattfindet. Schlaganfallpatienten und Patienten, die neuroradiologische Behandlungen benötigen, werden laut Klinikleitung uneingeschränkt auf der Schlaganfallstation in Dresden-Neustadt versorgt.

Quelle: MDR/kk/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 30.10.2018 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2018, 20:17 Uhr

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