Polizei am Wiener Platz Dresden
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Ermittlungserfolg Zwölfjähriger als Verdächtiger für Messerstich in Dresden ermittelt

 Polizei am Wiener Platz Dresden
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Nach der gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen am Hauptbahnhof Dresden hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Wie die Polizeidirektion Dresden am Mittwoch mitteilte, steht ein Zwölfjähriger im Verdacht, einen 17-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt zu haben. Zudem wurde ein 13-Jähriger ermittelt, der an den Auseinandersetzungen beteiligt gewesen sein soll.

Zwei Handys sichergestellt

Polizei und Staatsanwaltschaft haben im Rahmen der Ermittlungen am Mittwoch drei Wohnungen in Dresden durchsucht. Dabei wurden zwei Handys sichergestellt, die jetzt ausgewertet werden. Die Ermittlungen zu den weiteren beteiligten dauern laut Polizei an.

Am 30. Dezember war es vor dem Dresdner Hauptbahnhof zu einer Auseinandersetzung zwischen sechs deutschen und zehn bis 15 ausländischen Jugendlichen gekommen. Der 17-jährige Deutsche erlitt dabei einen Lungenstich.

Die Ermittlungen ergaben auch, dass es zu einem zufälligen Zusammentreffen der beiden Jugendgruppen im Bereich des Hauptbahnhofes kam. Eine Person aus der 'Opfergruppe' kannte eine Person aus der 'Tätergruppe'. Sein Gruß in Richtung des Bekannten wurde jedoch als Provokation gedeutet. Im Anschluss kam es zu der Auseinandersetzung.

Polizeidirektion Dresden

Mehr Polizeistreifen am Wiener Platz

Der Vorfall ereignete sich am Wiener Platz, der als einer der Kriminalitätsschwerpunkte der sächsischen Landeshauptstadt gilt. Dresdens Polizeipräsident Horst Kretzschmar kündigte Anfang dieser Woche im Gespräch mit MDR SACHSEN an, die Anzahl der Polizeistreifen zu erhöhen.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.01.2018 | 16:30 Uhr Nachrichten aus dem Regionalstudio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2018, 19:48 Uhr

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77 Kommentare

20.01.2018 18:47 Janes 77

@bunter Rheinländer 75: Danke für dein Beispiel was Eindrucksvoll belegt, wie Populismus funktioniert. Zumal du den Terror gleich einer Religion zuordnest, was schlicht falsch ist, wenn man die Terrorstatistik gesamt betrachtet.

Wie auch die von dir angeführte Studie. Die geht nämlich weiter. So lautet das Urteil:

"Gut abgeschnitten hat Deutschland in vielen anderen Kriterien, weswegen es in der Gesamtwertung der Tourismusanalyse auf Platz drei liegt - nach Spanien und Frankreich."!

PLATZ 3!!!!!

Deutschland wird jedenfalls nicht dadurch sicherer, dass Populisten durch Hass und Hetze zur Radikalisierung von Wutbürgern beitragen.

20.01.2018 18:34 Janes 76

@Klarheit 74: Nur, wenn wir als nächstes das Problem mit den Rechtsextremisten angehen....die können wir aber nicht abschieben ....abschieben ...und nicht mehr rein lassen.
Was dann? Dann haben wir das Rechtsextremistische Problem immer noch. Und ich denke, dass ist das wahre Problem. Nicht die Straftäter unter den Asylsuchenden. Die sind zumeist nicht als Terrorbande organisiert.

Mit deiner Argumentation unterschlägst du nämlich, das die aller meisten Asylsuchenden sich hier unauffällig benehmen. Seit wann liegt Kandel eigentlich in Sachsen? Merkst du, dass du keine schlüssige Argumentation hinbekommen wirst, um deinen Abschiebewahn zu begründen?

20.01.2018 18:14 bunter Rheinländer 75

@Midiator #63:

Sie haben vollkommen recht!
Die Sicherheit in Deutschland steigt von Tag zu Tag, proortional zur Anzahl der radikalen und gewalttbereiten Salafisten, Islamisten und anderer Kulturbereicherer. Deutschland ist in der Liste der sichersten Reiseländer von Platz 20 (2015) 'aufgestiegen' auf den 52. Platz der sicheren Länder.
Immerhin: auf 'Aufstieg' um satte 32 Plätze!

Seit November kommen nun auch etliche IS-Rückkehrer mit dt. Zweitpaß 'zurück' nach D, oft sind es die voll integrierten Türken der dritten und vierten Generation - die Türkei nimmt sie nicht.

Glauben Sie eigentlich selber daran, daß in D. die Sicherheit gesteigert wird, je mehr Kriminelle und Kriegsverbrecher hier untertauchen?

20.01.2018 14:17 Klarheit 74

@12:01 Mediator an der_Silvio(71) 73,
-----".....dass man sich bewusst ist überhaupt ein Problem zu haben....."------.--------"....dass alle Experten und alle Zahlen dieses Problem in Sachsen und Ostdeutschland ganz deutlich beschreiben. Rechtsextreme Gewalttaten sind teilweise in den NBL um den Faktor 13 höher als im Westen....."--------,

ja werter Mediator alle "Experten"und alle Zahlen sagen aber auch ganz deutlich das wir ein Problem mit "Asylanten" und der Gewalttaten haben !

Nur weil Asylextremismus einen normalen Bürger, der sich nicht wirklich intensiv politisch betätigt, nicht berührt existiert er trotzdem !
Manch netter "Schutzsuchende" z.B. in Kandel hat auch seinen Betreuern nichts getan, aber dann ist er zum Mörder mutiert.

Und ich zeige Ihnen auch gleich eine Lösung des Problems auf -- abschieben , abschieben ..... und keine männl. "Schutzsuchenden" mehr rein lassen !!!

20.01.2018 12:01 Mediator an der_Silvio(71) 73

Wenn sie meine Beiträge zu dem Thema hier lesen, dann werden sie feststellen, dass ich mit keinem Wort Schuld oder Unschuld des Zwölfjährigen vermutet habe. Individuelle Betrachtungen benötigen ausreichend INFORMATIONEN. Dies wäre auch bei einem Deutschen so gewesen.

Die Lösung eines Problems beginnt immer damit, dass man sich bewusst ist überhaupt ein Problem zu haben. In Sachsen hat man lange Zeit ein Problem mit Rechtsextremismus geleugnet und diese entsprechend gewähren lassen. Aus diesem Grund weise ich darauf hin, dass alle Experten und alle Zahlen dieses Problem in Sachsen und Ostdeutschland ganz deutlich beschreiben. Rechtsextreme Gewalttaten sind teilweise in den NBL um den Faktor 13 höher als im Westen.

Nur weil Rechtsextremismus einen normalen Bürger, der sich nicht wirklich intensiv politisch betätigt, nicht berührt existiert er trotzdem. Der nette "Busfahrer" aus Freital hat auch seinen Passagieren nichts getan, aber nachts ist er zum Terroristen mutiert.

20.01.2018 11:05 der_Silvio 72

@70 Mediator; "Die Ausschreitungen von Bautzen..."

Meinen sie nicht, daß das Verhalten eines gewissen 'King Abode' (MDR berichtete darüber) das Seine dazu beigetragen hat? Ich war auch einige Male in BZ am Kormarktcenter und das Verhalten der ausländischen Jugendlichen war alles Andere als gebührlich. Das ist ausdrücklich KEINE Schuldzuweisung, aber ich möchte Ihnen damit verdeutlichen, daß die Schuld nicht immer nur auf der einen Seite allein liegt. Zum Streit gehören immer zwei (Seiten).

Meine Frau durfte auch schon eine extrem ablehnende Haltung einer ausländischen Mutter erleben; meine Gute hat das Kind der anderen Mutter angelächelt. Dafür hat sie einen sehr bösen Blick bekommen.

Andererseits gibt es Flüchtlinge, die einfach grüßen, freundlich und hilfsbereit sind.

Verstehen Sie, es gibt auf beiden Seiten sowohl eine gewisse Zuneigung und Freundlichkeit als auch extreme Abneigung.

20.01.2018 09:24 der_Silvio 71

@70 Mediator; bei vielen in #70 haben sie Recht.
"Weiterhin spreche ich mich für eine differenzierte Betrachtung von Schuld aus. Jede Straftat eines Flüchtlings ist individuelle Schuld..."
Diese Betrachtungsweise setze ich für beide Seiten voraus.
Es gibt Menschen, die aus reinem Hass auf andere losgehen, ohne dafür einen Grund zu brauchen, aber diese gibt es Deutschlandweit; und das sowohl im rechts- als auch im linksradikalen Spektrum.
Es nützt aber auch nicht, wenn sie jedes Mal diese "Experten" zitieren und den Ostdeutschen damit quasi sagen, daß man von denen nichts anderes zu erwarten braucht.
Von blindem Hass verursachte Straftaten mal außen vor, haben diese immer einen ursächlichen Hintergrund, egal wer Täter oder Opfer ist. Diesen Hintergrund sollte man nicht außer Acht lassen und niemanden vorverurteilen.
Wäre der Deutsche mit dem Messer auf dem Ausländer losgegangen, würden sie auch ihm diese "individuelle Betrachtungsweise" zuteil werden lassen?

19.01.2018 21:15 Mediator an der_Silvio(67) 70

Zunächst einmal vermute ich in keinster Weise bei Auseinandersetzungen zwischen den angesprochenen Gruppen immer eine Schuld bei Deutschen. Ich wiederspreche aber regelmäßig der umgekehrten Schlußfolgerung. Dies tue ich insbesondere dann, wenn der Konflikt in rassitische Hetzjagden von Ausländern durch die Stadt gipfelt. Die Ausschreitungen von Bautzen und Wurzen waren in etwa so spontan wie die Reichskristallnacht.

Weiterhin spreche ich mich für eine differenzierte Betrachtung von Schuld aus. Jede Straftat eines Flüchtlings ist individuelle Schuld und macht nicht seine gesamte Ethnie zu Kriminellen oder verwirkt deren Recht auf Schutz in unserem Land. Sie sind ja auch kein Rechtsextremist, nur weil es in Sachsen viele davon gibt.

Und so laut es mir tut: Sachsen und ganz Ostdeutschland hat ein großes Problem mit Rechtsextremisten und deren Akzeptanz in der Bevölkerung. Das sage nicht ich sondern die entsprechenden Fachbehörden veröffentlichen dies regelmäßig.

19.01.2018 21:06 Udo K 69

Mediator 47 schreibt:
"Respekt hat immer etwas damit zu tun wie jemand auftritt. Wer unverholenen Unsinn schreibt und offensichtliche Fakten trotz Hinweis nicht zur Kenntnis nehmen will, der fühlt sich natürlich auf den Schlips getreten, wenn man ihn darauf aufmerksam macht." --------

Volltreffer, besser geht Selbsteinschätzung nicht!

19.01.2018 20:50 Jannes 68

Jetzt ist @Janes völlig verwirrt... Mein Mitleid hast du!