13.10.2019 | 11:15 Uhr EKD- Ratsvorsitzender Bedford-Strohm schockiert über neue Vorwürfe gegen Rentzing

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm, hat sich schockiert gezeigt, angesichts neuer Vorwürfe gegen den sächsischen Landesbischof Rentzing. An die Adresse der sächsischen Landeskirche und an Rentzing gerichtet, forderte Bedford-Strohm eine schnelle Klärung. Er betonte, die evangelische Kirche müsse sich eindeutig und laut vernehmbar gegen rechtsextremistische Einstellungen positionieren.

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm
Bildrechte: IMAGO

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat sich schockiert über die neuen Vorwürfe gegen den sächsischen Landesbischof Carsten Rentzing gezeigt. "Ich hoffe auf eine schnelle Klärung innerhalb der Landeskirche, zu der Carsten Rentzing sicher selbst beitragen wird", erklärte Bedford-Strohm. "Als evangelische Kirche müssen wir uns eindeutig und laut vernehmbar gegen rechtsextremistische Einstellungen positionieren."

Konservative haben in der Kirche ein Zuhause

Bedford-Strohm betonte, für ihn sei jedoch auch klar, dass konservativ denkende Menschen und ihre Traditionen in der Kirche selbstverständlich ein Zuhause hätten. "Was uns einen muss: Gemeinsam streiten wir gegen Antisemitismus, Rassismus, völkisches Denken und Ausländerfeindlichkeit."

Rentzing hatte am Freitag überraschend mitgeteilt, dass er sein Amt nach vier Jahren an der Spitze der Landeskirche zum nächstmöglichen Zeitpunkt niederlegen wolle, um Schaden von der Kirche abzuwenden.

Bedford-Strohm hatte daraufhin in einer ersten Erklärung zunächst "Betroffenheit und großes Bedauern" über die Rücktrittsankündigung bekundet. Am Samstag waren dann neue Vorwürfe gegen Rentzing öffentlich geworden. Der evangelische Theologe habe vor längerer Zeit in einer rechtsnationalistischen Redaktionsgruppe für die Zeitschrift "Fragmente" mitgearbeitet und mehrere Texte für das Magazin verfasst, sagte der Leipziger Pfarrer Frank Martin der ARD . Die Zeitschrift habe von 1989 bis 1992 bestanden und sich an ein sogenanntes "rechtsintellektuelles Publikum" gerichtet.

Quelle: EPD, MDR

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL| 12.10.2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2019, 11:13 Uhr

37 Kommentare

aus Elbflorenz vor 4 Wochen

"nervend", "relativieren", "whataboutism", "Geschwätz",... wem die Argumente fehlen....

Haben Österreich, Südtirol oder die Schweiz auch Regelungen wie Art. 116 I Alt. 2 GG?
"Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer ... oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat."

Und wie erklären Sie sich § 6 III 2 BWahlG, wenn allein die Staatsangehörigkeit in der BRD relevant sein soll?

DER Beobachter vor 4 Wochen

Zur Kulturnation gehört auch Österreich, Südtirol und die deutschsprachige Schweiz, aber das wissen Sie sicher. Insgesamt ihr fortgeführtes Geschwätz.

Freiheit vor 4 Wochen

Du bist auch so ein Verfechter der Inschrift im Reichtagshofe: "Der Bevölkerung".
Noch, noch steht am Reichstag "Dem deutschen Volke"!
Nur haben unsere "Volsvertreter" das anscheinend vergessen!

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