23.01.2020 | 10:57 Uhr Dresdner Forum für Internationale Politik zum Klimaschutz

Während in Davos das Weltwirtschaftsforum über den Klimawandel diskutiert, beschäftigt sich auch das Internationale Forum für Politik in Dresden mit dem Thema. Es geht um Strategien, unsere Ressourcen zu schonen. Denn digitale Lösungen und Umwelttechnologien können zwar dazu beitragen, weniger CO2 zu produzieren. Doch sie benötigen oft Rohstoffe, deren Beschaffung die Umwelt schädigen und Konflikte provozieren können.

Blick auf eine Lithium-Mine des Konzerns AMG in Brasilien
Der Abbau von Lithium, wie hier in Brasilien, führt auch zu Konflikten Bildrechte: Advanced Metallurgical Group

Das dritte Dresdner Forum für Internationale Politik beschäftigt sich ab heute mit dem Thema Klimaschutz und Ressourcenschonung. Die zweitägige Fachkonferenz mit dem Titel "Rohstoffe für den Klimaschutz: Strategien zur Konfliktprävention" befasst sich nach Angaben der Veranstalter insbesondere mit dem dramatisch hohen Ressourcenverbrauch der Menschheit. Dies betreffe auch digitale Lösungen und Umwelttechnologien. Ein bekanntes Beispiel ist demnach die Elektromobilität. Wie der weltweite Bedarf an Lithium für die Akkus der Fahrzeuge verträglich und ressourcenschonend gedeckt werden kann, sei bislang unklar.

Digitale Lösungen und Ressourcenschonung zusammenbringen

Welche Auswirkungen hat der Rohstoffhunger für Menschen vor Ort, vor allem in den Ländern, in denen die Rohstoffe gefördert werden? Wie können Konflikte verhindert oder wenigstens minimiert werden? Fachleute aus dem In- und Ausland werden über diese und viele weitere Fragen diskutieren und sich austauschen, wie die Veranstalter mitteilten. Auch aus Sachsen sind Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft mit dabei, etwa die Werksleiterin von Wacker Chemie in Nünchritz, Jutta Matreux und Jan C.Bongaerts, Professor an der TU Bergakademie Freiberg.

Dabei soll es auch um Chancen für einen fairen Rohstoffabbau, neue Wege des Recyclings, die Rolle der Politik und die Frage gehen, was jeder Einzelne dazu beitragen kann, dass unsere Ressourcen schonender genutzt werden.

Wenn das Eis schmilzt...

Bei der öffentlichen Auftaktveranstaltung spricht der Polarforscher Arved Fuchs über die Folgen des Klimawandels. Im Interview mit MDR SACHSEN erklärt der 66-Jährige, warum der Klimawandel jeden Sachsen betrifft und warnt vor weiterer Ignoranz.

Veranstaltet wird das Dresdner Forum für Internationale Politik von der Staatskanzlei, der Stiftung Entwicklung und Frieden und der Dresdner Frauenkirche.

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 23.01.2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2020, 10:56 Uhr

Mehr aus der Region Dresden

Mehr aus Sachsen