Nach Felssturz Straße ins Kirnitzschtal ist seit Freitag wieder frei

Nach fast achtwöchiger Sperrung ist die Kirnitzschtalstraße wieder befahrbar. Wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mitteilte, rollt der Verkehr seit Freitagnachmittag wieder.

Steinschlagschutzzaun wird noch angebracht

Landesamtssprecher Peter Welp zufolge geht von der Felswand keine Gefahr mehr aus, aus der sich am 2. September ein knapp vier Meter hoher Gesteinsbrocken gelöst hatte. Nach einer letzten Sprengung am vergangenen Freitag hatten Geologen des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie den Bereich noch einmal unter die Lupe genommen und am Donnerstag schließlich grünes Licht gegeben. Eine Woche früher als geplant konnte die Strecke nun zumindest einseitig wieder für den Verkehr freigegeben werden. Ein Sandwall dient auf der anderen Seite auf etwa 200 Metern Länge noch zur Sicherung, bis der Bereich oberhalb des Wanderweges mit einem Steinschlagschutzzaun versehen ist. Eine Ampel gibt es nicht. Autofahrer müssten ggf. warten und entgegenkommenden Verkehr vorbeilassen, sagte Peter Welp. "Das ist aus unserer Sicht die praktikabelste Lösung."

Kirnitzschtalbahn fährt wieder

Pünktlich zum Start ins Wochenende fahren damit auch die Busse der Kirnitzschtal-Linie 241 und die Kirnitzschtalbahn wieder. Nach Angaben des Geschäftsführers der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz, Uwe Thiele, rollte 16:07 Uhr die erste Bahn ab dem Depot der Kirnitzschtalbahn nach Bad Schandau. Der Streckenabschnitt konnte seit Anfang September nicht mehr bedient werden. Thiele hofft am Wochenende auf schönes Wetter und viele Fahrgäste, um den Umsatzausfall der letzten Wochen ein wenig zu mindern. Laut Thiele fehlt in der Kasse des Unternehmens ein hoher fünfstelliger Betrag.

Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2014, 18:04 Uhr

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