40 Modelle, alles Leihgaben von Sammlern und BEsitzern in Deutschland lassen die Herzen von Uhrensammler-Fans höher schlagen.
Bildrechte: MDR/Kathrin König

20.09.2019 | 14:50 Uhr Bundesrat billigt Initiative für besseren Schutz von Glashütte-Uhren

40 Modelle, alles Leihgaben von Sammlern und BEsitzern in Deutschland lassen die Herzen von Uhrensammler-Fans höher schlagen.
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Uhren aus den Manufakturen in Glashütte sollen besser vor Markenpiraterie geschützt werden. Der Bundesrat billigte nach Beratung am Freitag in Berlin eine entsprechende Initiative des Freistaates Sachsen für eine Verordnung zur geografischen Bezeichnung "Hergestellt in Glashütte". Die Bundesregierung wurde aufgefordert, damit bestimmte Anforderungen für die Verwendung der Herkunftsangabe festzulegen.

Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow sagte: "Damit wird gesichert, dass eine Uhr mit der Herkunftsangabe Glashütte auch aus Glashütte kommt." Der sächsische Vorschlag enthält festgelegte Herstellungsschritte, die in Glashütte erfolgen müssen, damit eine Uhr mit der Bezeichnung beworben werden darf. Dabei muss vor allem die Wertschöpfung für das Uhrwerk zur Hälfte dort erfolgen.

Besonderer Markenschutz schon in der DDR

Glashütte steht seit dem 19. Jahrhundert für deutsche Handwerkskunst und Uhrmachertradition. Schon in den Anfängen setzten die Uhrmacher auf bestimmte Qualitätsmerkmale. Hohe Anforderung galten auch zu DDR-Zeiten. Technischer Standard und Innovationen sichern nach Angaben der Uhrenhersteller bis heute Qualität und Langlebigkeit.

Mit der Globalisierung ist das Interesse an den teuren Uhren "Made in Saxony" gewachsen - und damit die Gefahr, dass die Herkunftsangabe Glashütte bei missbräuchlicher Verwendung des Namens Schaden nimmt.

Die Verordnung tritt voraussichtlich im November in Kraft. Die gut zehn Uhrenmanufakturen in Glashütte haben zusammen etwa 1.800 Mitarbeiter. Ein Uhrenmuseum gibt Besuchern Einblicke in die Geschichte des Uhrmacherhandwerks.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.09.2019 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

Zuletzt aktualisiert: 20. September 2019, 14:55 Uhr

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