Ortseingangsschild des Kurortes Gohrisch
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

13.09.2019 | 18:48 Uhr Gohrischer Gemeinderat verteidigt Kooperation mit AfD

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Der in die Kritik geratene Gohrischer Gemeinderat Uwe Börner hat seine Zusammenarbeit mit einem AfD-Vertreter verteidigt. Der für die Grünen in das Gremium eingezogene parteilose Kommunalpolitiker sagte MDR SACHSEN, für ihn stehe das Bürgerwohl an erster Stelle und nicht eine Partei. Er habe sich nach dem Kommunalwahl im Mai mit drei anderen Gemeinderäten zu einer parteiübergreifenden Fraktion zusammengeschlossen, um Bürgeranliegen umsetzen zu können.

Als Beispiel nannte Börner der Nachrichtenagentur DPA bessere Arbeitsbedingungen bei der Feuerwehr im Gohrischer Ortsteil Cunnersdorf. Wenn sich nichts bewege, würde die Politikverdrossenheit nur weiter wachsen. Zudem würden die Menschen bei Kommunalwahlen für Persönlichkeiten und nicht für Parteien stimmen, so Börner im Gespräch mit MDR SACHSEN.

Umstrittene Fraktion ohne Mehrheit

Der Kommunalpolitiker verwies auch darauf, dass es in den vergangenen fünf Jahren solch eine überparteiliche Fraktion schon mit der CDU gegeben habe. Mit der Wahl hätten sich aber die Kräfteverhältnisse im Rat der kleinen Gemeinde in der Sächsischen Schweiz verändert. Allerdings hat der parteilose Grünen-Vertreter gemeinsam mit dem einen AfD-Gemeinderat und den zwei Listenvertretern der CDU keine Mehrheit, denn das Gremium besteht aus elf Mitgliedern.

Klärendes Gespräch

Die Grünen hatten Börners Entscheidung heftig kritisiert und ihn aufgefordert, das Bündnis zu verlassen. Das sieht der parteilose Gemeinderat aber nicht ein. Er sagte aber MDR SACHSEN, er sei zu einem klärenden Gespräch mit dem Kreisverband der Grünen bereit. Dort wolle er verdeutlichen, dass alle Gemeinderäte demokratisch in ihr Amt gewählt worden seien und deshalb nicht einige von ihnen von vornherein ausgegrenzt werden dürften – auch wenn sie von der AfD seien.

Auch die CDU hatte kritisiert, dass die zwei Kommunalpolitiker von ihrer Liste mit einem AfD-Gemeinderat kooperieren. Zugleich stellte Generalsekretär Alexander Dierks aber klar, beide seien keine CDU-Mitglieder.

Bisher zu diesem Thema:

Quelle: MDR/sst

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.09.2019 | 06:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2019, 18:48 Uhr

16 Kommentare

MDR-Team vor 9 Wochen

Hallo,

die von Ihnen kritisierte Aussage ist durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Eine Moderation ist dadurch nicht angebracht:

Mit besten Grüßen

Ihre MDR.de-Redaktion

Cargo vor 9 Wochen

Da ich mich nicht auf Ihr niedriges Niveau begeben zu gedenke, weise ich lediglich nochmals auf den Lauf der deutschen Geschichte von der Weimarer Republik bis zum 8. Mai 1945 hin. Allem Anschein nach ist diese vorstehendem Schreiberling allerdings nicht geläufig.

Querdenker vor 9 Wochen

siehe „lvz Sächsischer Politiker verteidigt Kooperation mit AfD und warnt vor Ausgrenzung“

Kommunalpolitiker Uwe Börner: „Bei mir steht das Bürgerwohl an erster Stelle und nicht eine Partei“ … … „Dialog ist besser, als nicht miteinander zu reden.“

Uwe Börner ist ein vorbildlicher Demokrat!

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