Polizeieinsatz Razzia bei rechtem Online-Händler in der Sächsischen Schweiz

Sie vertreiben Musik und Bekleidung mit eindeutigen und weniger eindeutigen Schriftzügen der rechten Szene. Ob ein Online-Versandhändler in der Sächsischen Schweiz mit Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gehandelt hat, ermittelt jetzt das LKA Sachsen.

Ein Polizeibus steht quer auf einem Zufahrtsweg vor einem typischen DDR-Einfamilienhaus. Das Gebäude hat das LKA am 7.3.2019 durchsucht und BEweise gegen einen rechten Onlineversandhändler gesichert.
Am Morgen des Donnerstags fuhr die Polizei in der Sächsischen Schweiz zur Razzia vor. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Das sächsische Extremismus-Abwehrzentrum hat die Wohn- und Geschäftsräume eines Online-Versandhändlers aus Gohrisch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge durchsucht und Beweise gesichert. Der Deutsche, der auch NPD-Mitglied und Gemeinderat ist, steht unter dem Verdacht, mit Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gehandelt zu haben, teilte das Landeskriminalamt mit.

In der Wohnung und in Geschäftsräumen des Tatverdächtigen wurden demnach Datenträger, Computer, Laptops, ein Handy, externe Festplatten, Oberbekleidung sowie Gebrauchsgegenstände mit Runen sichergestellt. Den Ermittlern zufolge vertreibt der Beschuldigte über seine in der rechtsradikalen Szene bekannten Onlineplattform "Artikel, die rechtsradikalem Gedankengut entsprechen und in der Außendarstellung geeignet sind, diese Gesinnung zu deklarieren". Die gesicherten Gegenstände würden ausgewertet und einer strafrechtlichen Würdigung unterzogen. Laut LKA wurde der Händler nicht festgenommen, weil keine Gründe für eine Inhaftierung vorgelegen hätten, betonte ein Sprecher.

Quelle: MDR/dpa/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.03.2019 | 15:00 Uhr
MDR SACHSENSPIEGEL | 08.03.2019 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 08. März 2019, 15:50 Uhr

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