18.02.2020 | 06:11 Uhr Fahrplanänderungen wegen ungeduldiger Autofahrer an Bahnübergang

Ab dem kommenden Sonntag ändern sich die Fahrzeiten für einige Züge der Sachsenmagistrale zwischen Dresden und Hof. Wie der Verkehrsverbund Oberelbe mitteilte, sind davon die S-Bahn-Linie S3 (Dresden-Tharandt), die Regionalbahn RB 30 (Dresden-Zwickau) sowie der Regionalexpress RE 3 (Dresden-Hof) betroffen.

Die Fahrzeiten werden wegen Autofahrern und Fußgängern geändert, die zu lange an einem Bahnübergang warten müssen.

Wegen zu langer Schließzeiten einer Schrankenanlage wurden die Fahrpläne der drei Linien verändert, um die Wartezeit für Autofahrer und Fußgänger am Dresdner Felsenkeller zu verkürzen.

Aus einer Mitteilung der Verkehrsverbund Oberelbe GmbH

Züge fahren später ab Dresden und warten in Tharandt

Zahlreiche Züge der S3 sowie der RB30 fahren ab Sonntag bis zu vier Minuten später am Dresdner Hauptbahnhof ab. In Richtung Dresden fahren in den Hauptverkehrszeiten früh und nachmittags die Züge der RB30 erst nach einem fünfminütigen Aufenthalt in Tharandt weiter nach Dresden. 

Aufgrund der notwendigen Verschiebungen können nicht alle Anschlüsse an die S-Bahn S1 in Dresden garantiert werden.

Die Chemnitzer Morgenpost schreibt, an dem Bahnübergang im Plauenschen Grund hätten immer wieder ungeduldige Fußgänger und Autofahrer bei geschlossenen Halbschranken die Gleise überquert. Derzeit sichern dem Bericht zufolge zusätzlich Bahnmitarbeiter mit Flatterband den Bahnübergang. Die Sachsenmagistrale - offiziell Strecke Dresden-Werdau - ist ein zweigleisige Hauptstrecke.

Strafe für Missachtung der Schranken Fahrzeugführer, die Halbschranken umfahren, müssen mit bis zu 700 Euro Bußgeld, zwei Punkten und drei Monaten Fahrverbot rechnen. Fußgänger zahlen bis zu 350 Euro, wenn sie erwischt werden (Straßenverkehrsordnung/Bußgeldkatalog)

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.02.2020 | 08:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

Zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2020, 06:14 Uhr

4 Kommentare

Fuchtiger Franz vor 6 Wochen

Diese Veränderung freut mich weil ich den Übergang selbst nutzte. Was in diesem Artikel nicht geschrieben steht ist dam man locker mal 15- 20 Minuten wartet bis die Schranken hoch gehen. Die hohe Frequentieren ist ein Grund. Der andere und entscheidende Grund ist das technische System der Schrankenanlage. Laut Mitarbeiter der Bahn, die ich in einer der Wartezeiten befragt habe, wird die Schranke geschlossen wenn ein Zug in DD Plauen oder Freital Potschabbel grünes Licht bekommt. Die Bahnhöfe liegen aber ein hübsches Stück auseinander. Damit kommt dann sowas zusammen wie: Eine S-Bahn nach Freital, dann eine Regio nach Hof, ein Güterzug nach auf dem anderen Gleis und dann noch die S-Bahn in die andere Richtung. Das läppert sich schön.
Eine Anpassung der Fahrpläne ist billig im Vergleich zur technischen Aufrüstung.
Das einzige echte Problem was ich sehe ist das ein von Verspätung geplagtes Unternehmen, sich bei einigen Verbindungen noch knapper bemisst.
Wutbürgerei ist hier fehl am Platz.

Arbeitende Rentnerin vor 6 Wochen

Da sieht man mal wieder, wer in D das Sagen hat, ungeduldige Autofahrer, wäre heute der erst April, könnte man drüber lachen, soviel zur Umwelt, dafür werden Bahn- Anschlüsse aufgegeben.

Zwirbel vor 6 Wochen

Jetzt schlägt es dem Fass den Boden aus! Das ist Eisenbahnsabotage übelster Art. Hier wird ganz offiziell die Eisenbahn verhöhnt! Herr Pofalla, wann beginnen Sie mit Ihrer Arbeit? Zur Erinnerung: Sie sind Lobbyist der Deutschen Bahn!!!

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