16.07.2020 | 17:20 Uhr | Update Bundespolizei greift acht weitere illegal eingereiste Menschen bei Breitenau auf

Beamte der Bundespolizei führen auf einem Flughafen bei einem Reisenden eine Passkontrolle durch.
Beamte der Bundespolizei kontrollieren einen Pass (Symbolfoto) Bildrechte: dpa

Wenige Stunden nach dem Auffinden von 31 Migranten in einem Kühllaster auf der A17 hat die Bundespolizei bei Bad Gottleuba acht weitere illegal eingereiste Menschen aufgegriffen. Die Bundespolizei teilte mit, Zeugen hätten am Mittwoch auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Liebenau und Breitenau eine größere Personengruppe gemeldet, "welche orientierungslos wirkte".

Acht Menschen rund um Breitenau aufgegriffen

Die Bundespolizei griff zunächst vier Personen auf, welche offenbar kurz zuvor nach Deutschland geschleust wurden. Nach einer ersten polizeilichen Befragung stellte sich heraus, dass mit dieser Gruppe weitere Personen illegal in das Bundesgebiet gebracht wurden. Mit einem Hubschrauber wurde nach ihnen gesucht. Bei Breitenau seien vier Personen entdeckt worden, die sich im Unterholz versteckt hatten.

Ermittlungen ergaben, dass ein sechs Jahre altes Mädchen und zwei Frauen aus Afghanistan stammen. Ein Mann kommt aus dem Irak, zwei Jugendliche aus Syrien und zwei Männer stammen aus der Türkei. Sie wurden auf ein Revier der Bundespolizei gebracht, wo die Ermittlungen andauern.

Illegal Eingereiste durch angebissene Melonenschalen entdeckt

Am Dienstagabend waren bei der Kontrolle eines Kühllasters auf der A17 insgesamt 31 illegal eingereiste Menschen aufgegriffen worden. Den Beamten fielen in dem mit Melonen beladenden Lkw angebissene Melonenschalen auf. Hinter den Kisten entdeckten sie dann die 31 Personen. Fünf Personen waren bei der Fahrt leicht verletzt worden. Gegen den Lkw-Fahrer aus der Türkei ist Haftbefehl erlassen worden. Die 31 Geschleusten haben nach Angaben eines Bundespolizeisprechers um Schutz in Deutschland ersucht. Sie seien daraufhin an die Ausländerbehörde in Chemnitz überstellt worden. Der Sprecher der Bundespolizei sagte, sie würden vermutlich in ein Asylverfahren wechseln.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.07.2020 | 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

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