Drohende Zahlungsunfähigkeit Insolvenzverfahren über Autozulieferer Minda aus Pirna eröffnet

Ein Stempel mit der Aufschrift Insolvenz liegt auf Unterlagen.
Der Autozulieferer Minda aus Pirna ist insolvent. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox

Beim Pirnaer Automobilzulieferer Minda läuft das Insolvenzverfahren. Der Dresdner Rechtsanwalt Rainer Bähr teilte als Insolvenzverwalter mit, das Verfahren sei am 31. Juli vom Amtsgericht Dresden eröffnet worden. Das Unternehmen beschäftigt den Angaben zufolge in Pirna knapp 300 feste Mitarbeiter und regelmäßig über 60 Leiharbeitnehmer. Es erzielte laut Bähr zuletzt einen Jahresumsatz von 56 Millionen Euro.

Insolvenzverwalter: Geschäftsbetrieb stabilisiert

Das Unternehmen hatte den Angaben zufolge Anfang Juni einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt, da der Umsatz im April 2020 drastisch eingebrochen war. Seither sei es gelungen, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und uneingeschränkt fortzuführen. Inzwischen haben sich laut Insolvenzverwalter bereits eine Reihe von Investoren gemeldet, mit denen er nun verhandele.

Das Unternehmen ist aus dem VEB Presswerk Ottendorf-Okrilla hervorgegangen, der mit bis zu 2.700 Beschäftigten der größte plastikverarbeitende Betrieb der DDR war. Der seit 2007 vom indischen Minda-Konzern geführte Betrieb stellt Kunststoffkomponenten für die Automobilindustrie her. Zu den Kunden zählen laut Bähr nahezu alle namhaften Automobilhersteller Deutschlands.

Quelle: MDR/dpa/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.08.2020 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

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