Kletterunfall Lohmen
Bildrechte: Marko Förster

09.06.2019 | 13:08 Uhr Kletterer stürzt bei Lohmen ab und stirbt

Kletterunfall Lohmen
Bildrechte: Marko Förster

In der Sächsischen Schweiz ist am Sonnabendmittag ein Kletterer tödlich verunglückt. Der 33-Jährige war laut Polizei mit einer Gruppe am Hirschgrundstein bei Lohmen unterwegs. Dabei war sein Seil offenbar nicht ordnungsmäß gesichert. Der Mann stürzte rund 25 Meter in die Tiefe.

Nach Angaben eines Reporters eilten die Kameraden der Bergwacht aus Dresden, die in Rathen ihren Dienst über die Pfingsttage verrichten, sowie zwei Mitarbeiter vom Rettungsdienst vom DRK aus Bad Schandau zum Unglücksort. Ebenso der Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen. Vor Ort konnten die Retter für den erfahrenden Kletterer allerdings nichts mehr tun. Ein hinzugerufener Arzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Das Kriseninterventionsteam Sächsische Schweiz betreute den Kletterfreund sowie eine Freundin des Toten. Die Polizei untersuchte bis zum frühen Abend den Unfallort.

Kletterunfall Lohmen
Am Hirschgrundkegel passierte das Unglück. Bildrechte: Marko Förster

Weitere Unfall am Abend

Am Abend musste die Bergwacht in der Nähe von Schmilka zu einem weiteren Einsatz ausrücken. Am Winklerturm (beim Rauschenstein) war einem Reporter zufolge ein Kletterer rund fünf Meter nach unten gefallen. Ein Sicherungsseil fing ihn auf. Dabei verletzte sich der Mann so schwer, dass er mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt geflogen wurde.

Immer mehr Unfälle im Elbsandsteingebirge

Laut Bergwacht haben Kletter- und Wanderunfälle in der Sächsischen Schweiz stark zugenommen. Bergwacht-Sprecher Kai Kranich sagte MDR SACHSEN, im vergangenen Jahr mussten die DRK-Retter zu 93 Einsätzen im Elbsandsteingebirge ausrücken: 14 Mal waren Kletterer verunglückt, in 79 Fällen Wanderer. Im Jahr 2017 waren es insgesamt 81 Einsätze.

Bergsteigerbund beklagt illegal entfernte Sicherungsringe

Erst vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass der Sächsische Bergsteigerbund Anzeige erstattet hat. Seit einiger Zeit werden Sicherungsringe an den Sandsteinfelsen von Unbekannten abgeflext. Deren genaues Motiv ist unbekannt. Betroffen sind jedoch überwiegend Ringe, die nachträglich nach der Erstbesteigung angebracht worden waren. Experten des Bersteigerbundes gehen davon aus, dass nur erfahrene Kletterer die Ringe entfernt haben können.

Quelle: MDR/lam/dk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN -Das Sachsenradio | 09.06.2019 | 12:00 Uhr in den Nachrichten

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