Verstoß gegen Tierschutz Landratsamt in Pirna leitet Bußgeldverfahren gegen Rinderhalter ein

Eine angemagerte Kuh.
Die Kühe des Bauern waren laut Behörden in "mäßig bis schlechtem" Zustand. Bildrechte: Peta

Das Landratsamt des Landkreises Sächsische Schweiz/Osterzgebirge hat ein Bußgeldverfahren gegen den Landwirt aus dem Raum Kesselsdorf eingeleitet, der seine Rinder vernachlässigt haben soll. Das teilte die Kreisverwaltung auf Anfrage von MDR SACHSEN mit. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Dresden gegen den Bauern wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Die Tierschutzorganisation Peta hatte Anzeige erstattet.

Anwohner informieren Veterinärbehörde

Die Landkreisverwaltung teilte weiter mit, Anwohner hätten Ende Oktober 2020 die Veterinärbehörde über die augenscheinliche Tierschutzverletzung des betreffenden Tierhalters in Kesselsdorf informiert. "Daraufhin wurde mit dem Landwirt versucht Kontakt aufzunehmen, was jedoch erst nach mehreren Versuchen gelang."

Da auf Grund des schlechten Zustandes eines Rindes mit einer tierärztlichen Behandlung keine Heilung mehr möglich war, habe durch das Veterinäramt die Einschläferung angeordnet werden müssen, hieß es.

Auch der Zustand der anderen auf der Weide befindlichen Kühe war mäßig bis schlecht.

Veterinäramt des Landkreises Sächsische Schweiz/Osterzgebirge

Verfahren läuft noch

Infolge der durchgeführten Kontrollen durch das Veterinäramt seien gegenüber dem Tierhalter Auflagen erteilt sowie Nachkontrollen angekündigt worden, die teils gemeinsam mit dem Rindergesundheitsdienst der Tierseuchenkasse erfolgten. Das Verfahren laufe noch, sodass noch keine Ergebnisse vorliegen. Das Landratsamt betonte: "Selbstverständlich werden die Verstöße entsprechend geahndet."

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.01.2021 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

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