27.03.2020 | 13:07 Uhr Ehepaar in Sauna in Pirna offenbar erstickt

Tote Gartensparte Pirna
Bildrechte: Marko Förster

Nach dem Fund von zwei Toten in der Gartensparte "Schöne Höhe" in Pirna-Copitz geht die Staatsanwaltschaft Dresden von einem tragischen Unglück aus. Durch den geringen Sauerstoffgehalt in der Sauna sei das Ehepaar "möglicherweise eingeschlafen", so Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt. "Am ehesten liegt bei beiden Verstorbenen ein Ersticken durch Sauerstoffmangel vor."

Gerichtsmediziner finden keine Anzeichen für Gewalteinwirkung

Gerichtsmediziner hatten laut Staatsanwaltschaft am Donnerstag die Leichen der Opfer obduziert. An den Toten seien keine Anzeichen von Gewalteinwirkung festgestellt worden. Eine Straftat oder Suizid könnten deshalb ausgeschlossen werden. Um die Todesursache abschließend zu klären, müssten jedoch die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen und das Gutachten der Obduktion vorliegen, so Oberstaatsanwalt Schmidt.

Sauna war intakt

Tote Gartensparte Pirna
Die Sauna des Ehepaares wurde im Eigenbau errichtet. Laut Kriminalpolizei war die Elektrik intakt. Bildrechte: Marko Förster

Die Leichen der 75 Jahre alten Frau und des 76 Jahre alten Mannes wurden in der vergangenen Woche in einer Sauna gefunden, die direkt zu einer Gartenlaube gehörte. Den Ermittlern zufolge handelt es sich bei der Sauna um einen Eigenbau. Für eventuelle Konstruktionsfehler könne deshalb kein Dritter verantwortlich gemacht werden, so Schmidt. Die Elektrik war intakt. Das hätten die kriminaltechnischen Untersuchungen ergeben.

Quelle: MDR/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.03.2020 | 06:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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