Nadelbäume leiden besonders unter der Trockenheit und sterben zuerst ab. Bildrechte: Nationalparkverwaltung Hainich

13.02.2020 | 05:14 Uhr

Zu wenig Niederschlag: Sachsens Wälder leiden weiter unter der Trockenheit

Stand: 13. Februar 2020, 05:18 Uhr

Die Wälder in Sachsen leiden weiter unter Wassermangel. Ein Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst sagte, es habe in den vergangenen Wochen zwar vermehrt Regen gegeben. Dieser habe aber bei weitem nicht ausgereicht, um die Situation zu entschärfen. Die Wälder hätten noch immer mit den Defiziten der Jahre 2018 und 2019 zu kämpfen. Es fehle die durchschnittliche Niederschlagsmenge von einem halben Jahr. Darauf hatte das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie bereits Anfang des Monats verwiesen.

Norden besonders trocken, vor allem Nadelbäume betroffen

Auch in den Wäldern gibt es nach Angaben von Cordes regionale Unterschiede. So sei die Trockenheit besonders im Norden des Landes ausgeprägt. Alle Baumarten litten unter dem Wassermangel, vor allem betroffen sei aber die Fichte mit ihren flachen Wurzeln, die nicht in tiefere Erdschichten dringen könnten. Die Abwehrkraft vieler Nadel-, aber auch Laubbäume sei stark herabgesetzt, so dass Schädlinge ein leichtes Spiel haben.

Neben dem Borkenkäfer, der die Fichte angreift, seien die Bäume auch für andere Schädlinge wie bestimmte Pilze anfällig. Sachsenforst bewirtschaftet 205 000 Hektar Landeswald.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSENMDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.02.2020 | 15:50 Uhr

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