15.07.2020 | 19:24 Uhr | Update Geschleuste Migranten im Kühllaster: Haftbefehl gegen Fahrer erlassen

Beamte des Zolls durchsuchen einen mit Obstkisten beladenen Kühllaster
Mehr als 30 Menschen hatten sich zwischen Obstkisten in einem Lkw versteckt, der Zoll durchsuchte zwei Kühllaster. Im zweiten Fahrzeug wurden keine Personen festgestellt. Bildrechte: Tino Plunert

Im Fall der in einem Kühllaster eingeschleusten Migranten hat die Staatsanwaltschaft Dresden Haftbefehl erlassen. Der 57 Jahre alte Fahrer des Lasters steht im Verdacht des Einschleusens von Ausländern. Ihm wird vorgeworfen, 31 Männer im Alter zwischen 18 und 47 Jahren illegal nach Deutschland gebracht zu haben.

Laderaum Lkw
Die Männer wurden im Lastwagen auf den Obstkisten transportiert. Durch die Kühlung froren sie. Bildrechte: Bundespolizei

Ermittlungen zu möglichen Hintermännern

Bundespolizei und Zoll haben am Dienstagabend auf der Autobahn 17 die Männer aus der Türkei, Syrien, dem Iran und Irak aufgegriffen. Die geschleusten Personen lagen während der Fahrt auf Melonenkisten und hatten den Angaben zufolge weniger als einen Meter Platz bis zur Decke des Aufliegers. Die Migranten wurden in ein Revier der Bundespolizei gebracht.

Ersten Erkenntnissen zufolge hat der aus der Türkei stammende Fahrer die Migranten in Ungarn in seinem Fahrzeug versteckt. Fünf Personen erlitten bei dem ungesicherten Transport Verletzungen. Die Ermittlungen auch zu möglichen Hintermännern laufen.

Identitätsfeststellung durch Polizei
In Breitenau wurde der Laster gestoppt. Bildrechte: Bundespolizei
Ein Lkw ist in einem Rückspiegel zu sehen
Die Fahrer, die die Migranten letztlich illegal nach Deutschland bringen, wissen in der Regel nicht, für wen sie eigentlich arbeiten, berichtet ein Insider. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.07.2020 | 06:00 Uhr in den Nachrichten

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