25.11.2019 | 17:00 Uhr Riesaer Jugendladen bei Sachsens City-Offensive prämiert

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In Zittau sind heute die Preisträger des Wettbewerbs "Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen" ausgezeichnet worden. Eine Jury hatte aus 25 Projektideen die überzeugendsten ausgewählt. Sieben wurden nun mit Preisgeldern prämiert.

"Ich freue mich sehr über das große Engagement aller Teilnehmer, durch das in den vergangenen Monaten zahlreiche Projekte initiiert werden konnten. Sie alle werden dazu beitragen, unsere Stadtzentren nachhaltig weiter zu entwickeln", sagte Thomas Rechentin, Amtschef für Kommunales im sächsischen Innenministerium, bei der Preisverleihung. Durch die Projektideen würden die Städte einen Attraktivitätsschub erhalten, gab sich Rechentin überzeugt.

Der mit 30.000 Euro dotierte erste Preis ging nach Riesa. Die Jury würdigte das Projekt "Jugendladen Riesa – Von Jugendlichen - für Jugendliche". Dabei bekommen junge Menschen die Chance eigenverantwortlich einen "Jugendladen" zu gestalten. Die Stadtverwaltung unterstützt sie dabei. Seit dem Jahreswechsel feilen die jungen Menschen am Konzept. Die Idee dazu entstand bei einer Zukunftswerkstatt.

Neues Leben für eine geschlossene Gaststätte

"Dieses kreative Projekt einer Integration trägt in vielerlei Hinsicht zur außergewöhnlichen Wiederbelebung innerstädtischer Geschäftsbereiche bei und bringt damit neue Perspektiven", begründet die Jury die Auszeichnung. Der Laden soll zu einem Treffpunkt und Ort sinnvoller Freizeitbeschäftigung werden. Noch existiert dieser Ort aber nur auf dem Papier. Denn den Jugendlichen fehlten bislang geeignete Räume für ihr Vorhaben.

Doch die sind nun gefunden. Der Laden soll im Frühjahr 2020 in der ehemaligen Gaststätte "Rumpelkammer" am Alexander-Puschkin-Platz eröffnen. Noch in dieser Woche wollen sich die Jugendlichen dort treffen und über die Ausgestaltung der Räume beraten.

Die weiteren Preisträger

2. Preis: Kamenz mit "Schätze heben – Mitte neu erleben"

Mit der alten Baderei in Kamenz soll ein stadtgeschichtlich wertvolles Gebäude wiederbelebt werden. Der Ansatz sei kreativ, weil das Gebäude nicht in einem "Ruck" saniert werden soll. Mit starkem persönlichem Engagement und anfangs "schmalem" Budget sollen gute Ideen gefunden werden. "Über das Kreieren und Ausprobieren wird ein niederschwelliger Einstieg in das Projekt sinnvoll und zugleich klug gewählt", lobt die Jury.

2. Preis: Pirna mit "Das KiP-Lädchen – Gemeinsames Handeln in Zukunft wandeln"

Verschiedene Akteure bespielen über mehrere Wochen einen leeren Laden mit unterschiedlichen Inhalten. Die Geschäftsräume werden dabei nicht nur als Verkaufsraum, sondern auch für Bürgersprechstunden und Veranstaltungen genutzt. Weil der Ort jährlich wechselt, können dadurch im besten Fall mehrere Läden wiederbelebt werden.

3. Preis: Görlitz mit "Stadt Oase Postplatz: Handeln und Verwandeln"

Am Görlitzer Postplatz wurden über mehrere Jahre Verkehrsflächen zurückgebaut und der Platz neu gestaltet. Damit der Postplatz nun wieder ganzjährig genutzt wird, hat die Stadt einen komplexen Spielplan erarbeiten lassen, der von der Möblierung bis zur Abfolge kultureller, kommerzieller und gemeinschaftsbezogener Angebote reicht. Dabei werde eine Vielzahl städtischer Akteure einbezogen. "Dieses wohldurchdachte und mit großer Beteiligung erarbeitete Projekt lässt erwarten, dass sich dieser zentrale Stadtplatz in Kürze als eigenständige Marke für lebendiges Stadterlebnis etablieren wird", schreibt die Jury.

3. Preis: "Hochzeitsstadt Grimma"

Grimma versammelt die Angebote von Unternehmen, die Qualitäten städtischer Gemäuer und die Reize des Umlands zur Dachmarke "Hochzeitsstadt Grimma" und liefert damit einen Vor-Ort-Gesamtauftritt.

Anerkennungspreise erhielten diese Städte:

  • Zittau für das Projekt "Vorhang auf für die innere Weberstraße"
  • Zwickau für das Projekt "Ateliercafé Moritz – ein offener Kunst- und Kreativort mitten in der Stadt"

Sonderpreise bekamen diese Städte:

  • Sonderpreis "Licht": Burgstädt für das Projekt "Burgstädt zeigt Gesicht – Dein Comic deine Stadt“
  • Sonderpreis "Blühendes Zentrum": Delitzsch für das Projekt "Delitzsch floriert"
  • Sonderpreis "Blühendes Zentrum": Freital für das Projekt "Pergola – Wandelgang vom Handel zur Kultur"
  • Sonderpreis "Wissenschaftliche Begleitung": Oederan für das Projekt "Perspektiva – Die Oederaner Fotowelt"
  • Sonderpreis "WLAN-Zone": Stollberg/Erzgebirge für das Projekt "Kreatives Wandeln – mit Augmented Reality durch Stollberg"

Der mit 10.000 Euro dotierte Sonderpreis "Einzelhandel" ging an die Stadt Weißwasser für das Projekt "Glas schafft das".

Quelle: MDR/mk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.11.2019 | ab 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus den Regionalstudios

Zuletzt aktualisiert: 25. November 2019, 17:00 Uhr

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