Feuerwhr löscht den Großbrand in einem Holzhandel in Coswig.
Der brennende Holzhandel im Februar dieses Jahres. Bildrechte: MDR/Roland Halkasch

Landgericht Dresden Coswigs Brandstifter muss sechs Jahre in Haft

Sechs Jahre Haft für den Brandstifter von Coswig. So lautet das Urteil, das Freitag im Landgericht Dresden fiel. Es war im wahrsten Sinne ein "kurzer Prozess" für den vorbestraften Schlosser.

Feuerwhr löscht den Großbrand in einem Holzhandel in Coswig.
Der brennende Holzhandel im Februar dieses Jahres. Bildrechte: MDR/Roland Halkasch

Der Brandstifter von Coswig muss für sechs Jahre ins Gefängnis. Der Richter am Landgericht Dresden hatte Presseberichten zufolge eine Strafobergrenze angekündigt, sollte der 24-jährige Angeklagte geständig sein. Der räumte daraufhin zum heutigen Prozessauftakt ein, das Feuer bei einem Holzfachmarkt in Coswig gelegt zu haben. Dabei gab der Beschuldigte an, den Maschendrahtzaun am Gelände zerschnitten und einen Holzstapel mit Industrieverdünner angezündet zu haben. Er sei aber nicht davon ausgegangen, dass das Feuer dieses Ausmaß annimmt. Bei dem Brand im Februar war ein Schaden von 7,5 Millionen Euro entstanden.

Zudem macht der Holzhandel in einem Zivilverfahren Ansprüche gegen ihn geltend. Der Mann steht auch wegen weiterer Brandstiftungen in der Region unter Verdacht. Allerdings laufen in diesen Fällen entweder noch die Ermittlungen oder mussten wegen nicht verwertbarer Spuren eingestellt werden. Der 24jährige Schlosser ist vorbestraft - wegen einer weiteren Brandstiftung 2012 und wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Diebstahl.

Von der Brandserie betroffen waren unter anderem ein Gartenmarkt im Ortsteil Brockwitz sowie mehrere Lagerhallen in Coswig. Der 24 Jahre alte Mann wurde im Februar wegen dringenden Tatverdachts festgenommen. Zuvor war eigens eine Ermittlergruppe gegründet worden.

Quelle: MDR/st

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.11.2018 | ab 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten Dresden

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Zuletzt aktualisiert: 10. November 2018, 11:57 Uhr

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1 Kommentar

09.11.2018 15:37 jackblack 1

Bei der intensiven Serie der Verbrechen wäre mal die mögliche HÖCHSTSTRAFE angeraten und nicht immer die Suche nach mildernden Umständen. ( Schon im Interesse der Allgemeinheit )

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