19.01.2020 | 17:59 Uhr Aus zwei mach eins: Diakonische Werke Meißen und Riesa-Großenhain fusionieren

Die Altkreise Riesa-Großenhain und Meißen sind seit Jahren ein Landkreis. Die Kirchenbezirke Meißen und Großenhain haben sich auch zusammengeschlossen. Nun entschieden sich die beiden Diakonische Werke für die Fusion.

Händeschütteln
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Nach zweieinhalb Jahren Vorbereitung sind die beiden Diakonischen Werke Riesa-Großenhain und Meißen offiziell zusammengelegt worden. Am Sonntagmittag feierten die Mitarbeiter und Vorstände einen gemeinsamen Gottesdienst im Dom zu Meißen. Damit wurde die Fusion offiziell bestätigt, die seit Anfang Januar gilt. 770 Mitarbeiter und rund 150 Ehrenamtliche arbeiten künftig unter dem neuen Namen Diakonisches Werk Meißen gGmbH.

Der Name ist völlig egal für mich. Bei der Arbeit wird sich für mich erst einmal nichts verändern.

Esther Uhlmann, stellvertretende Leiterin des Kinderhauses Gabenreich Weinböhla

Der Geschäftsführer der Diakonie Riesa-Großenhain, Hans-Georg Müller, meinte, dass es sicher eine Weile dauern werde, bis sich alle an den neuen Namen gewöhnt hätten. Die Zusammenlegung sei nicht aus Spargründen erfolgt, "sondern um neue Möglichkeiten zu nutzen und Kräfte zu bündeln", betonte er. Auf kirchlicher und lokalpolitischer Ebene gehörten die beiden ehemaligen Kreise Riesa-Großenhain und Meißen längst zusammen. "Wir haben aber immer noch in den historischen Grenzen gearbeitet." Das sei zunehmend unpraktisch geworden, beispielsweise bei Zuständigkeitsfragen im Kontakt mit Pfarrern und Kirchgemeinden. "Und wir wollten an den inneren Grenzen nicht in Konkurrenz zueinander treten und uns gegenseitig die Mitarbeiter abspenstig machen", erklärte Müller.

Gottesdienst
Erbaten am Sonntag im Meißner Dom den Segen für die Zukunft des zusammengelegten Diakonischen Werkes Meißen: Vorstand Frank Radke (re.), Geschäftsführer Hans-Georg Müller (Mitte) und Superintendent Andreas Beuchel. Bildrechte: MDR/Kathrin König

Für die Mitarbeiter in den Einrichtungen der beiden früheren Werke solle sich nicht viel ändern. Dafür auf Verwaltungsebene. Laut Müller soll es in der gemeinsamen Diakonie künftig eine Stelle für Öffentlichkeitsarbeit geben sowie einen technischen Leiter. Zudem sollen Controlling und Personalentwicklung ausgebaut werden.

Wir haben unsere Arbeitsprozesse und Personalsituation aufeinander abgestimmt.

Frank Radke, Vorstand Diakonisches Werk Meißen e.V.

Den Punkt Personalmanagement findet der Superintendent des evangelischen Kirchenbezirks Meißen-Großenhain, Andreas Beuchel, mit Blick auf Fachkräftemangel in Sozialberufen wichtig. "Die Diakonie ist im ländlichen Raum ein wichtiger Partner. Wir wollen auch junge Menschen für diakonische Arbeit begeistern und gewinnen."

Die nun fusionierten Sozialwerke betreiben Alten-, Behinderten- und Kindereinrichtungen und helfen von Menschen in verschiedenen Notlagen.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN – Das Sachsenradio | 20.01.2020 ab 07:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 19. Januar 2020, 17:59 Uhr

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