Elbequerung Revision der Fähre Coswig dauert länger - Kein Ersatzverkehr für Schüler

Pontons auf einem Tieflader
Die Wartung der Pontons ist aufwendig, da diese von Coswig nach Meißen transportiert werden müssen. Bildrechte: Verkehrsgesellschaft Meißen

Die Elbfähre zwischen Coswig-Kötitz und Gauernitz bleibt vorerst weiter außer Betrieb. Die Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM), ein kommunaler Busbetrieb, als Pächter der Fähre teilte auf Anfrage mit, die Arbeiten an den Pontons seien aufgrund der Witterung noch nicht abgeschlossen. Ursprünglich war von einer Unterbrechung des Fährverkehrs von etwa vier Wochen ausgegangen worden. Seit 24. Oktober setzt die Fähre nicht mehr über.

13 Schüler müssen Umwege in Kauf nehmen

Die Fährverbindung wird nach Angaben der VGM "hauptsächlich von Schülern" benutzt. Dennoch wird kein Ersatzverkehr mit Bussen angeboten, obwohl in Niederwartha und Meißen Straßenbrücken über den Fluss führen. Der Pachtvertrag mit der Stadt Coswig sehe keinen Ersatzverkehr vor, so die Begründung.

Die VGM hat auf Nachfrage in ihrem Abokunden-Bestand recherchiert und ermittelt, dass offenbar 13 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ortsteilen von Klipphausen die Fähre nutzen - vier auf dem Weg zur Oberschule Kötitz und neun zum Gymnasium Coswig. Sie würden nun mit regulären Bussen und Regionalzügen über Cossebaude oder Niederwartha und Radebeul fahren beziehungsweise über Meißen. Je nach Verbindung dauert das 32 bis 68 Minuten - gerechnet jeweils auf die Haltestelle in unmittelbarer Nähe der Fähranleger.

Herbstwetter behindert Streicharbeiten

Ziel bleibe eine schnellstmögliche Wiederaufnahme des Fährbetriebs, hieß es von der VGM weiter. Deshalb unterstütze man als kommunaler Busbetrieb die von der Stadt Coswig beauftragte Firma mit drei Arbeitskräften. Dennoch könne noch kein Termin genannt werden.

Bereits am 26. Oktober sei die Wandstärke der Pontons geprüft worden. "Danach wurde geschliffen und dreimal gestrichen. Weitere fünf Anstriche sind noch erforderlich, dann werden die Pontons gedreht und die noch verbliebene Fläche wird ebenfalls geschliffen und achtmal gestrichen."  Bei Regen und niedrigen Temperaturen könne "leider nicht gestrichen werden", hieß es weiter.

Tieflader und Kran für Transport erforderlich

Für den Transport der fertig aufgearbeiteten Pontons werden ein Schwerlasttransporter und ein Kran benötigt, so die VGM. "Aus Erfahrung kann uns dann innerhalb von zwei Tagen oder auch erst nach 14 Tagen ein Transporttermin genannt werden." An den Pontons, die schwimmend dem Wasserstand der Elbe angepasst werden, legt das Fährschiff an. Sie müssen alle fünf Jahre auf ihre Sicherheit hin gründlich untersucht und ausgebessert werden.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.11.2020 | 06:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

Mehr aus Meissen

Mehr aus Sachsen