Weinreben im Regen
Weinreben kurz nach dem Austrieb Anfang Mai Bildrechte: MDR/L. Müller

26.05.2019 | 09:00 Uhr Frostbilanz: Winzer verzeichnen Schäden, aber keine Totalausfälle

Weinreben im Regen
Weinreben kurz nach dem Austrieb Anfang Mai Bildrechte: MDR/L. Müller

Eine Woche nach den Eisheiligen ziehen die sächsischen Winzer eine erste Frostbilanz. Der Weinbauverband Sachsen teilte auf Anfrage mit, trotz zweier Kälteeinbrüche Mitte April und Anfang Mai im Weinbaugebiet Sachsen mit nächtlichen Tiefsttemperaturen um den Gefrierpunkt seien die sächsischen Winzer in diesem Jahr von Frostschäden größtenteils verschont geblieben. Schäden traten demnach nur vereinzelt und lokal begrenzt auf, insgesamt waren weniger als 0,5 Prozent der gesamten Rebfläche des Weinbaugebietes betroffen.

Schliebener Weinberg besonders betroffen

Weiter hieß es, die größten Schäden seien in Schlieben in Brandenburg festgestellt worden. Die dortigen Weinberge gehören zum Anbaugebiet Sachsen. "Welche Verluste auf den betroffenen Weinbergen insgesamt zu verzeichnen sind, lässt sich aktuell noch nicht abschließend sagen, da Beiaugen noch austreiben können", erklärte der Weinbauverband. Weinreben treiben meist über mehrere unmittelbar benachbarte Knospen versetzt aus. Doppeltriebe werden erst nach dem Frost von Winzern ausgebrochen.

Genauere Ergebnisse erwarte man erst nach der Weinlese. "Es lässt sich jedoch bereits jetzt sagen, dass es auch auf diesen Flächen keinen Totalausfall geben wird", so Thomas. Die Austriebe von Junganlagen sind nach Winzerangaben beispielsweise in der Region um Weinböhla zurückgefroren. Dort sollte in diesem Jahr aber sowieso noch nicht geerntet werden.

 Kerzen und Feuer in Weinbergen zeigen Wirkungen

Für das gesamte Anbaugebiet Sachsen zeige sich, dass die diesjährigen Spätfröste – im Gegensatz zu anderen Weinbauregionen – keinen größeren Einfluss auf die Erntemenge haben werden, so der Verband. Die aktuellen Ergebnisse verdeutlichten zudem, dass die nächtlichen Frostschutzmaßnahmen der sächsischen Winzer in gefährdeten Weinbergen erfolgreich waren, so Michael Thomas vom Weinbauverband. Das Staatsweingut Schloss Wackerbarth und das Weingut Schuh hatten in gefährdeten Lagen, wie bereits 2017, vereinzelt Feuer und Frostkerzen entzündet.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.05.2019 | 09:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

AKTUELLES AUS SACHSEN

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

Mehr aus Meissen

Mehr aus Sachsen