Drohne fliegt über Feld.
Geowissenschaftler untersuchen mit einer Drohne den Boden des Triebischtals nach ihren magnetischen Eigenschaften (Symbolbild). Bildrechte: Apus-Systems

24.04.2019 | 14:17 Uhr Kanadisches Bergbauunternehmen sucht bei Meißen nach Gold und Silber

Im Triebischtal, südlich von Meißen sollen Silber, Blei und Flussspat lagern. Das möchte ein Unternehmen aus Kanada künftig fördern. Forscher untersuchen derzeit das Gestein.

Drohne fliegt über Feld.
Geowissenschaftler untersuchen mit einer Drohne den Boden des Triebischtals nach ihren magnetischen Eigenschaften (Symbolbild). Bildrechte: Apus-Systems

Geowissenschaftler des kanadischen Unternehmens "Globex Mining" untersuchen derzeit den Boden im Triebischtal, südlich von Meißen. Mit einer Drohne messen sie seit Dienstag aus der Luft die magnetischen Eigenschaften des Bodens. Daraus lassen sich den Angaben zufolge Rückschlüsse auf das Gestein im Boden ziehen.

Geplant ist auch eine Untersuchung mit elektrischen Strömen direkt am Boden. Allerdings dürfen die Wissenschaftler die Felder der Landwirte gerade nicht betreten, weil dort Getreide wächst. Deshalb müssen sie bis zum Ende der Erntesaison warten. Die Erkundungen stehen ganz am Anfang, der Ausgang ist völlig ungewiss. Vor allem, so ein Experte, müsste auf dem Weltmarkt zunächst der Preis für Silber wieder steigen.

Projektgebiet Bräunsdorf ist 164 Quadratkilometer groß

Das börsennotierte kanadische Minen-Unternehmen "Globex" hat nach eigenen Angaben im August 2017 vom Sächsischen Oberbergamt eine sogenannte Aufsuchungserlaubnis für die Erschließung von Bodenschätzen im Projektgebiet Bräunsdorf erteilt. Das Gebiet erschließt sich über eine Fläche von 164 Quadratkilometer. Bislang seien an mehreren Sandorten "weit verbreitete Silbergehalte" entdeckt worden. Ebenso haben die Wissenschaftler den Angaben zufolge Zink-, Blei und Goldgehalte festgestellt. Das höchste Potenziel sehen die Geo-Forscher des Unternehmens unter anderem zwischen Bräunsdorf und Großvoigtsberg. Um Reichenbach wurden sogar "signifikante Goldgehalte" gemessen. "Die bisherigen Arbeiten sind vorläufiger Natur, zeigen jedoch deutlich das hohe Potenzial des Landpakets", hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Quelle: MDR/kt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.04.2019 | ab 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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