Landratswahl im Kreis Meißen Kandidat Thomas Kirste im Porträt

Bei der Landratswahl im Kreis Meißen treten eine Kandidatin und zwei Kandidaten an. Für die AfD kandidiert Thomas Kirste.

Thomas Kirste
Bildrechte: Thomas Kirste

Geboren

  • 1977 in Meißen


Familie

  • ledig


Beruf

  • Hochschulmitarbeiter und jetzt Landtagsabgeordneter


Lebenslauf

  • Ausbildung zum Elektroniker
  • technischer Leiter in einem Handwerksbetrieb
  • Studium der Wirtschaftswissenschaften in Dresden und Rauma/Finnland
  • Technologieförderung der Sächsischen Aufbaubank, Dresden
  • Regionalmanager in der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Brandenburg
  • Technologieförderung der Hochschule Mittweida
  • Mai 2019: Wahl in den Stadt- und Kreisrat von Meißen
  • Fraktionsvorsitz der AfD-Fraktion der Großen Kreisstadt Meißen
  • September 2019: Direktmandat für den Sächsischen Landtag


Schwerpunkte

  • Entwicklung des ländlichen Raumes
  • Wohnen
  • Mobilität

Warum treten Sie zur Wahl an?

Ich bin Meißner und meine Familie und ich sind im Landkreis seit vielen Generationen tief verwurzelt. In meinem Berufsleben habe ich verschiedene Ebenen der Verwaltung in unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaftsförderung bei der Sächsischen Aufbaubank, der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg und der Hochschule Mittweida gesammelt. Im September letzten Jahres wurde ich direkt in den Sächsischen Landtag gewählt. Dies hilft mir, um als Landrat eine gute, pragmatische Arbeit leisten zu können und nicht nur zu verwalten, sondern in meinem möglichen Rahmen auch zu gestalten. Ich bin entschlossen, den sachlichen Kurs von Landrat a.D. Steinbach weiterzuführen, aber in einigen Bereichen auch neu zu justieren. Dabei sehe ich meine Aufgaben insbesondere bei der Wirtschafts- und Regionalpolitik, der Politik für die Bürger unseres Landkreises - die ich bei vielen Politikern der Altparteien ideologiegetrieben nicht mehr sehe. Auf diese Aufgabe freue ich mich, insbesondere als erster AfD-Landrat Deutschlands.

Für welche drei Themen wollen Sie sich im Falle Ihrer Wahl besonders einsetzen?

  1. Minimierung der Migrationskosten: Fast ein Viertel der Migranten haben bei der Aufnahme in unseren Landkreis falsche Angaben gemacht und haben keinen Schutzstatus, müssten also Deutschland verlassen. Ich setze mich dafür ein, dass dies auch geschieht und nur Menschen, die nach Artikel 16a des Grundgesetzes also wirklich Schutzbedürftige sind, Aufnahme finden. Die dezentrale Unterbringung hinterfrage ich dabei und lasse eine kostengünstigere zentrale Unterbringung prüfen.
  2. Förderung des ländlichen Raumes: Familien müssen in den Dörfern unseres Landkreises, in einer einzigartigen, wunderschönen Kulturlandschaft wieder eine Zukunft haben. Neben ärztlicher Versorgung, Schulen und Kindergärten ist die Lebensqualität zu steigern. Dabei wird der Fokus auf Umgehungsstraßen - nicht auf Radwegen und zusätzlichen Windrädern liegen - auf dem möglichen Ausbau des ÖPNV, etwa mit Kleinbuskonzepten, wie diese hervorragend in Finnland oder Russland funktionieren. Wichtig ist die Stärkung und Förderung bestehender Unternehmen in der Region, um Arbeitsplätze vor Ort zu halten. Aus einer Handwerkerfamilie stammend liegt dieses mir dabei besonders am Herzen. Der weitere Breitbandausbau ist dafür ein "Muss".
  3. Kein weiterer Ausbau der Windkraft: Über 80 Prozent der neuen Windparkflächen sollen laut dem Regionalen Planungsverband Oberes Elbtal/Osterzgebirge im Kreis Meißen liegen. Klipphausen und die Regionen Riesa und Großenhain sind davon besonders betroffen. Warum muss unser Kreis die Last der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende fast allein tragen? Allein 30 neue Anlagen über 50 Meter sollen laut Antwort auf meine Landtagsanfrage entstehen. Einige sollen bis 200 Meter Höhe haben. Niemand denkt an unsere Kulturlandschaft, an mögliche gesundheitliche Folgen oder an den geringeren Grundstückswert und die sinkende Lebensqualität. Ob die Entscheider auch neben einem Windrad wohnen? Ich setze mich für eine gerechte Verteilung ein und bin der Meinung, dass unser Landkreis zur Genüge seinen Anteil an der Energiewende geleistet hat.

Wie sehen Sie den Landkreis in zehn Jahren?

Meine Vision wäre, diesen jünger zu sehen mit einem wachsenden Unternehmerstand und vielen in der Region geschaffenen Arbeitsplätzen. Einem Bruch der bisherigen "Leuchtturmpolitik", also nur der Förderung der Großstädte zuungunsten des ländlichen Raumes. Mit entsprechendem Umgehungsstraßenausbau und Schulen und Kindergärten in den Gemeinden. Mit weniger Kriminalität und mehr sozialem Zusammenhalt. Umweltbewusst aber ohne grüne unbezahlbare Wahnvorstellungen. Es muss eine Wirtschafts- und Regionalpolitik gelebt werden, die die CDU schon seit vielen Jahren verlassen hat und mit der neuen rot-grün-schwarzen Staatsregierung Sachsens völlig beerdigte. Meine Wünsche und Visionen sind dabei das eine, die Realität das andere. Durch die drastischen Maßnahmen und Fehlentscheidungen in der Corona-Krise durch die Staatsregierung wird der Fokus auf der Stabilisierung der hiesigen Unternehmen liegen und darauf, Arbeitslosigkeit abzuwenden. Dabei hoffe ich, dass wir unseren Lebensstandard halten können.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 11.10.2020 | 19:00 Uhr

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