08.01.2020 | 19:56 Uhr Wieder Wartehäuschen statt Twingo an Bushaltestelle bei Nossen

Ein schwarzer Kleinwagen steht neben einer Straße am Feldrand. Das kleine Auto trägt ein großes gelbes Schild mit dem Buchstaben H wie Bushaltestelle. Es ist auch eine Bushaltestelle. Das Auto haben Eltern hingestellt, damit ihre Kinder beim Warten auf den Schulbus geschützt sind. Denn seit 4 Jahren fehlt an der Stelle ein Wartehäuschen.
Bildrechte: Christian Essler

Die Überland-Bushaltestelle am Abzweig Dobschütz/Badersen bei Nossen erhält wieder einen richtigen Unterstand. Wie der Nossener Bürgermeister Uwe Anke MDR SACHSEN sagte, soll Mitte Januar das Fundament dafür gegossen werden. Das ist ein Erfolg für die Einwohner der zur Stadt Nossen gehörenden Ortschaft Badersen. Sie hatten jahrelang einen Schutz vor Wind und Wetter für die wartenden Fahrgäste gefordert. Der alte Unterstand war 2015 in der Silvesternacht demoliert und wegen der großen Beschädigung abgerissen worden.

Kreative Notlösung

Als Antwort auf die Bitte der Bürger um Ersatz verwies Nossen auf stärker frequentierte Haltestellen, die bei einem Neubau Vorrang hätten. In ihrer Not stellten Eltern aus Badersen schließlich einen ausrangierten Renault Twingo an die Haltestelle. In dem stets unverschlossenen Kleinwagen waren ihre Kinder beim Warten auf den Schulbus zumindest etwas geschützt. Die Aktion stieß vor allem in den sozialen Medien auf großes Interesse.

Firma sponsert neuen Unterstand

Das Ergebnis: Die Stadt bezahlt zwar trotzdem kein neues Wartehäuschen, aber ein Sponsor. Nossens Bürgermeister Anke zufolge hat sich eine Firma bei der Stadt gemeldet und will das neue Wartehäuschen schon im Februar liefern. Klappt alles wie geplant, können Fahrgäste aus Badersen dann bequemer auf den Bus warten und der kleine Twingo endgültig in den Auto-Ruhestand gehen.

Quelle: MDR/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 08.01.2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Januar 2020, 19:56 Uhr

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