Rettungsaktion bei Meißen Entflohene Seeadlerdame sorgt in Zehren für Aufregung

Ein Raubvogel thront mit ausgebreiteten Schwingen auf einem Holzblock, unweit davon steht ein Mann mit einem Stück Fleisch in der Hand.
Alle Versuche, das Tier mit Ködern oder Käfigen einzufangen, schlugen zunächst fehl. Bildrechte: Thomas Türpe

Ein ausgebüxter Riesenseeadler hat jetzt in Zehren bei Meißen für Aufregung gesorgt. Die Vogeldame namens Lagertha stammt aus einer Falknerei in Rheinland-Pfalz und hatte sich auf eigene Faust auf die 600 Kilometer lange Reise nach Sachsen gemacht. Der anfängliche Verdacht, der Adler würde zu den Greifvögeln der Falknerei auf Schloss Proschwitz gehören, bestätigte sich nicht. Dem hinzugerufenen Falkner des Schlosses, Hans-Peter Schaaf, gelang es am Dienstag schließlich, das Tier einzufangen.

Neugier und Hunger siegen

Zunächst waren die Versuche, Lagertha mit Ködern, Fischen im Swimming-Pool oder einem historischen Fang-Käfig in die Hände zu bekommen, gescheitert. Auch der Ansatz, dem Vogel mit den herbeigeholten Artgenossen Stella, Hera und Mäx aus Proschwitz ein vertrautes Gefühl zu geben, half nichts. Am Ende halfen wohl Neugier und Hunger.

Hinter dem Rücken des Falkners wollte die Seeadlerdame bei Artgenossin Stella ein Stück Fisch klauen. Mit einem schnellen Griff gelang es Falkner Schaaf das Tier zu erwischen. Nach der 24-stündigen Rettung ist die Seeadler Lagertha unbeschadet und wird nun aufgepäppelt.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL 04.08.2020 | 19:00 Uhr

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