Lommatzsch: Das Replikat eines Ford Escort MK1 Coupe aus dem Film "Zwei wie Pech und Schwefel" steht vor dem Terence Hill-Museum.
Das kultige rot-weiße Ford MK1 Coupé aus "Zwei wie Pech und Schwefel" mit Autogramm auf dem Tankdeckel steht vor dem Museum. Bildrechte: dpa

11.05.2019 | 11:06 Uhr Museum für Kultschauspieler Terence Hill in Lommatzsch eröffnet

Lommatzsch: Das Replikat eines Ford Escort MK1 Coupe aus dem Film "Zwei wie Pech und Schwefel" steht vor dem Terence Hill-Museum.
Das kultige rot-weiße Ford MK1 Coupé aus "Zwei wie Pech und Schwefel" mit Autogramm auf dem Tankdeckel steht vor dem Museum. Bildrechte: dpa

Der Kultschauspieler Terence Hill hat jetzt ein eigenes Museum - in Lommatzsch im Landkreis Meißen. "Mein Herz ist hier", schrieb der gebürtige Italiener mit den stahlblauen Augen 1995 ins Gästebuch des 5.000-Seelen-Orts. Es war eine Rückkehr an die Stätte seiner Kindheit, die nun zum Pilgerort für seine Fans werden soll. Am Sonnabend wurde das Museum eröffnet - für den 80-jährigen Hill eine große Ehre, wie er der Nachrichtenagentur DPA sagte.

Fan hatte Idee für das Museum

Gründer und Betreiber des Museums ist der 45-jährige Michael Maaß, der aus Stralsund stammt und eigentlich in Berlin lebt. Er ist bekennender Fan "seit Ewigkeiten" und hat mit Gleichgesinnten einige Originale sowie Nachgebautes und Skurriles für die Dauerschau zu Leben und Wirken seines Idols zusammengetragen.

Zwei Büsten der Schauspieler Terence Hill (l) und Bud Spencer stehen im Terence Hill-Museum in einer Vitrine.
Zwei wie Pech und Schwefel Bildrechte: dpa

Auf zwei Etagen im und um das kleine historische Fachwerkhaus, das zum Stadtmuseum gehört, sind rund 200 Exponate zu vielen Filmen des berühmten Duos aus den Western-Parodien mit Hill und Bud Spencer zu sehen. Eine komplette Wand zeugt von Hills Besuch im Zuge der Deutschlandpremiere "Der Troublemaker" 1995, der in Lommatzsch einen Riesen-Ansturm auslöste. Die Mutter von Hill, der mit bürgerlichem Namen Mario Girotti heißt, war eine Lommatzscher Fabrikantentochter. Sein Vater, ein Chemiker, fand einen Job in Deutschland und nahm die Familie 1943 mit nach Lommatzsch. 1947 ging es für Hill, der heute in den USA lebt, mit seiner Familie wieder nach Italien.

Hill: "Ich fühle mich auch als Sachse"

Zuletzt war Hill 1998 in Lommatzsch, und er würde gern wiederkommen. "Lommatzsch ist und bleibt ein Stück Heimat für mich, ich fühle mich auch als Sachse", sagte der Schauspieler. "Jedoch habe ich immer viele Termine und wenig Zeit." Der Komödiant im Sattel ist Lommatzscher Ehrenbürger, wie sein Urgroßvater. "Karl Menzel hat hier vor 120 Jahren die Glasindustrie begründet", sagte Bürgermeisterin Anita Maaß. Mit Hills Familie sei die Industrialisierung des Ortes verbunden. Im Stadtmuseum gibt es schon lange einen Raum zur Geschichte der Menzels, als Kindheitsort des berühmten Schauspielers kaum bekannt. Bürgermeisterin Maaß hofft, dass sich das ändert: "Wir wollen ein bisschen zum Terence Hill-Mekka werden."

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.05.2019 | 11:00 Uhr in den Nachrichten

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