Eine Person schwer verletzt Wieder schwerer Lkw-Unfall auf der A4 bei Dresden

Auf der A4 hat es erneut einen schweren Lkw-Unfall gegeben. Dabei wurde einer der Fahrer schwer verletzt. Weil es auf Sachsens Autobahnen immer wieder zu Unfällen kommt, fordert der ADAC weitere Maßnahmen.

Unfallwrack eines Lkw auf der A4 bei Wilsdruff.
Auf der A4 bei Wilsdruff ist es am Mittwoch erneut zu einem schweren Auffahrunfall mit drei Lkw gekommen. Ein Fahrer wurde schwer verletzt. Bildrechte: Roland Halkasch

Am Mittwochmorgen hat sich auf der A4 erneut ein Lkw-Unfall ereignet. Einer der Fahrer wurde dabei schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, waren an dem Auffahrunfall zwischen Siebenlehn und dem Dreieck Dresden-West drei Lkw beteiligt. Der Fahrer des hinteren Lkw war den Angaben zufolge eingeklemmt worden. Die Feuerwehr musste ihn herausschneiden. Ein Rettungshubschrauber flog ihn in ein Krankenhaus. Während des Rettungseinsatzes war die Autobahn zwei Stunden komplett gesperrt. Es bildete sich von Frankfurt in Fahrtrichtung Dresden zwischenzeitlich ein rund 20 Kilometer langer Stau. Dadurch gab es Rückstau am Dreieck Nossen Rückstau auf die A14, auf der B173 zwischen Herzogswalde und Grumbach und zwischen Limbach und Wilsdruff.

ADAC: Überholverbote müssen überwacht werden

Der ADAC Sachsen fordert wegen der häufigen Unfälle mehr Überholverbote für Lkw auf den Autobahnen. Technik-Vorstand Helmut Büschke sagte, vor allem auf der A14 müsse das Verbot zeitlich und räumlich ausgeweitet werden. Die bisherigen Maßnahmen seien aber ein guter Schritt für einen besseren Verkehrsfluss und mehr Sicherheit. Wegen der zunehmenden Staus dürfen seit Ende Mai Laster auf bestimmten Abschnitten der Autobahnen 4, 14 und 72 während der Hauptverkehrszeiten nur die rechte Spur benutzen. Der ADAC mahnte, die Maßnahmen wirkten nur nachhaltig, wenn die Polizei auch die Einhaltung kontrolliere.

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Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.06.2018 | ab 12:30 Uhr in den Nachrichten aus dem Regionalstudio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2018, 15:57 Uhr

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3 Kommentare

13.06.2018 20:09 Ein A4-Pendler 3

Der Ruf nach Überholverboten und ihrer Überwachung ist verständlich. Nur leider hätte er den oben genannten Unfall nicht verhindert. Alle drei LKWs benutzten die rechte Spur. Es handelte sich um einen klassischen Auffahrunfall, der auf dem besagten Streckenabschnitt schon häufiger zu beklagen war. Gründe für solche Auffahrunfälle gibt es sicherlich einige. Meiner Meinung nach ist aber die derzeitige Stopstraßen-Reglung an der Auffahrt von der Raststätte Dresdner Tor auf die A4 das Hauptproblem. Hier kommt vorwiegend der LKW-Verkehr auf der rechten Spur zum stehen, um Berufskollegen oder auch PKWs die Auffahrt auf die A4 zu ermöglichen. Dieser Stillstand führt mit steigendem Verkehrsaufkommen zu einem klassischen Stau, dessen Ende leider nicht immer rechtzeitig von allen Verkehrsteilnehmern erkannt wird. Die Lösung des Problems ist daher meiner Meinung nach die zügige Fertigstellung der A4-Sanierung sowie das Einrichten eines normalen Beschleunigungsstreifens an der Raststätte.

13.06.2018 18:03 Na so was 2

Wenn jahrelang an den Autobahnen, Fernverkehrsstraßen keinerlei Erhaltungsmaßnahmen, vorbeugende Reparaturen usw. durchgeführt werden, der LKW-Verkehr übermäßig stark zunimmt, was allerdings vorhersehbar war (LKW auf die Schiene, dieser "Werbespruch" vor einigen Jahren, den kennt anscheinend keiner mehr), ist es logisch, dass irgendwann nichts mehr geht. Jetzt auf einmal viele Baustellen, nur wenige Kilometer voneinander entfernt, gleichzeitig eröffnen, kann nur zum Kollaps führen.

13.06.2018 16:45 Frank 1

Ich fahre selbst berufsbedingt viel Autobahn, meist sitze ich selbst am Steuer. Wenn ich mal Beifahrer bin, stehen mir regelmäßig die Haare zu Berge, wenn ich sehe, mit was sich Brummifahrer während der Fahrt beschäftigen. Die Folge konnte man heute wieder sehen. Es fehlt die polizeiliche Kontrolldichte und angemessene Strafen. Die aktuellen Sanktionen sind im internationalen Vergleich Lachnummern.