21.02.2020 | 19:31 Uhr Wacker will 1.000 Jobs abbauen - Stellenstreichungen am Standort Nünchritz ungewiss

Blick über ein Kornfeld auf das Werk der Wacker Chemie AG
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Der Chemiekonzern Wacker plant bis 2022 insgesamt 1.000 Stellen abzubauen. Damit will das Unternehmen nach eigenen Angaben seinen Sparkurs umsetzen. Der Konzern machte wegen sinkender Verkaufspreise insbesondere von Polysilizium zuletzt hohe Verluste. Vom Abbau solle nach Aussage des Konzerns vor allem die Verwaltung und weniger die Produktion betroffen sein. Ob auch am Standort Nünchritz Arbeitsplätze verloren gehen ist, noch unklar. Wacker Chemie möchte zunächst mit den Arbeitnehmervertretern ins Gespräch kommen. Der Konzern beschäftigt in Nünchritz rund 1.500 Mitarbeiter.

Weltweit beschäftigt Wacker rund 14.500 Mitarbeiter. Insgesamt will der Konzern 250 Millionen Euro einsparen, um "die Wettbewerbsfähigkeit von Wacker auch für zukünftige Herausforderungen zu stärken und dauerhaft zu sichern", so Vorstandschef Rudolf Staudigl. Die anhaltend düsteren Aussichten für das Geschäft mit Silizium für Solaranlagen hatten Wacker Chemie im vergangenen Jahr mit 630 Millionen Euro in die roten Zahlen gerissen. 2018 hatte Wacker noch 260 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet.

Quelle: MDR/Reuters/cst/ms

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio |21.02.2020 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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