20.02.2020 | 17:07 Uhr Zecken: Zwei neue FSME-Risikogebiete in Sachsen

Zwei Zecken auf einem Blatt
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Für die kommende Zeckensaison keine gute Nachricht: In Sachsen sind mit dem Stadtgebiet Dresden und dem Landkreis Meißen zwei weitere Regionen vom Robert-Koch-Institut als FSME-Risikogebiete eingestuft worden. Das teilte das Sozialministerium in Dresden mit. Damit sind nun sieben von dreizehn Stadt- und Landkreisen in Sachsen FSME-Risikogebiete.

Erkrankungen 2019 verdoppelt

Das Stadtgebiet Dresden und der Landkreis Meißen wurden nach Angaben des Ministeriums aber nicht nur aufgrund der dort registrierten Fallzahlen als Risikogebiet eingestuft, sondern auch anhand der Zahl der Erkrankungen in den angrenzenden Gebieten. In Dresden erkrankten 2019 vier Menschen an FSME, im Landkreis Meißen einer. Insgesamt ist die Zahl der an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Erkrankten in Sachsen deutlich angestiegen. Waren es 2018 in Sachsen zwölf Menschen, erkrankten 2019 mit 27 mehr als doppelt so viele.

15 der Erkrankten litten nach Angaben des Gesundheitsministeriums nur unter grippalen Krankheitszeichen und Kopfschmerzen, während zwölf Patienten an einer Hirnhaut-Entzündung erkrankten. Bis auf einen Erkrankten, der eine einmalige FSME-Impfung belegen konnte, waren alle Patienten nicht gegen den Erreger geimpft.

FSME-Risikogebiete in Sachsen

  • LK Bautzen
  • LK Erzgebirgskreis
  • LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
  • LK Vogtlandkreis
  • LK Zwickau
  • LK Meißen
  • Stadtgebiet Dresden

Zecken-Risikogebiete in Sachsen
Bildrechte: Robert-Koch-Institut

Gesundheitsbehörden empfehlen Impfung und waldgerechte Kleidung

Gegen die Krankheit, die grippeähnliche Beschwerden und in seltenen Fällen auch Fieber, Hirnhautentzündungen und Lähmungen hervorrufen kann, werde eine Impfung empfohlen, so das Ministerium.

Wir empfehlen vor allem denjenigen eine Impfung, die sich in FSME-Risikogebieten häufig in der freien Natur aufhalten. Auch können entsprechende Kleidung und das Auftragen von Schutzmitteln auf die Haut oder die Kleidung vor einem Zeckenbefall schützen.

Petra Köpping Gesundheitsministerin

Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, an FSME zu erkranken, in Sachsen verhältnismäßig gering ist. Nach Schätzungen trage in den Risikogebieten nur etwa jede hundertste Zecke das FSME-Virus in sich. Bei zehn Prozent der Zeckenstiche käme es zur Infektion, meist verlaufe diese ohne Symptome.

Erkrankung nicht nur im Frühsommer

Die "Zeckensaison" dauert laut Ministerium in der Regel von März bis Oktober. Bei milden Wintern könnten Zecken aber auch im Dezember oder Januar zustechen. Die Spinnentiere würden ab Temperaturen von zirka 7 Grad Celsius aktiv.

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.02.2020 | 18:30 Uhr in den Nachrichten aus der Region Dresden

Zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2020, 17:08 Uhr

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