Wiedersehensfreude Gestohlenes Gemälde wieder im Schauspielhaus Dresden

Staatsschauspielintendant Joachim Klement (l.) und Dresdens Polizeipräsident Horst Kretzschmar stehen am 21.12.2017 im Schauspielhaus in Dresden (Sachsen) während einer Pressekonferenz neben einem Ölgemälde aus dem Jahr 1840 eines unbekannten Malers, das den Schauspieler Julius Christian Koch zeigt.
Staatsschauspielintendant Joachim Klement (l.) und Dresdens Polizeipräsident Horst Kretzschmar bei der Übergabe des Gemäldes am Donnerstag. Bildrechte: dpa

Joachim Klement kann sich freuen. Nach fünf Jahren kann der Intendant des Dresdner Schauspielhauses einen leeren Fleck an der Wand seines Hauses wieder bestücken. Der Polizeipräsident Horst Kretzschmar und der Oberstaatsanwalt Christian Avenarius übergaben ihm am Donnerstag feierlich ein mehr als 170 Jahre altes Gemälde, das ein dreister und bislang unbekannter Dieb im September 2012 samt goldener Rahmung aus der Ahnengalerie mitgehen ließ.

Polizeipräsident fühlt sich wie der Weihnachtsmann

Gemälde Julius Christian Koch
Vor fünf Jahren geklaut und jetzt wieder aufgetaucht: das Porträt des Schauspielers Julius Christian Koch. Unklar ist, wo es sich in der Zwischenzeit befand. Bildrechte: Staatsschauspiel Dresden

"Ich staunte nicht schlecht, als ein mir seit langem bekannter Rechtsanwalt in meiner Tür stand und mir im Auftrag eines Mandanten ein Päckchen übergab", berichtete Avenarius. Darin habe sich das Gemälde befunden: "Zum Glück war es auch unbeschädigt". Zu seinem Mandanten hat der Anwalt keine Angaben gemacht.

Polizeipräsident Kretzschmar zeigte sich gerührt. "Vor zwei Wochen konnte ich einer Dresdner Seniorin ihre verloren geglaubten 5.000 Euro übergeben, heute dem Schauspielhaus das verschollene Gemälde. Ich fühle mich schon fast wie der Weihnachtsmann."

Bei dem Bild handelt es sich um ein 60 mal 50 Zentimetere großes Porträt in Öl aus dem Jahr 1840. Darauf dargestellt ist der Schauspieler Julius Christian Koch. Koch wurde 1792 in Mainz geboren. Er arbeitete viele Jahre bis zu seinem Tod am 18. Dezember 1860 am Königlich Sächsischen Hoftheater in Dresden. Sein Gemälde ist mehrere tausend Euro wert.

Quelle: dpa/MDR/ma/dk

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Fernsehen und im Radio: MDR SACHSENSPIEGEL | 21.12.2017 | 19:00 Uhr
MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.12.2017 | ab 16:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 21. Dezember 2017, 15:40 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.