Siemenswerk Görlitz
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1.200 Mitarbeiter betroffen Siemens schließt Werke in Görlitz und Leipzig

Trotz guter Auftragslage schließt Siemens seine Werke in Görlitz und Leipzig. Für 1.200 Mitarbeiter heißt das wenige Wochen vor Weihnachten, dass sie nicht wissen, wie es mit ihnen beruflich weitergeht. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Wirtschaftsminister Martin Dulig sind entsetzt.

Siemenswerk Görlitz
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Siemens will das Industrieturbinenwerk in Görlitz und das Kompressorenwerk Leipzig schließen. Das teilte das Technologie-Unternehmen am Donnerstag in einer Pressemitteilung mit. Den Angaben zufolge arbeiten an beiden sächsischen Standorten derzeit rund 920 Beschäftigte. IG Metall und Betriebsräte dagegen sprechen sogar von 960 Arbeitsplätzen allein in Görlitz und 270 weiteren in Leipzig, die auf dem Spiel stehen. Der Grund: Die Konzernangaben beziehen sich auf Vollzeitstellen. In Wirklichkeit arbeiten jedoch viele Beschäftigte verkürzt oder in Teilzeit. Diese würden offenbar zusammengerechnet, damit das gesamte Ausmaß der geplanten Kürzungen nicht so offensichtlich sei, mutmaßt die Gewerkschaft.

Dulig und Tillich entsetzt

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig reagierte empört auf die Mitteilung und sieht jetzt den Aufsichtsrat in der Verantwortung, die Entscheidung kritisch zu überprüfen und dabei die ausgestreckten Hände der Landesregierung, der Gewerkschaften und Betriebsräte zu ergreifen. Es müsse Standortlösungen zugunsten der Region und der Beschäftigten geben. Siemens trage eine Verantwortung, so der Minister.

Der Wirtschaftsminister von Sachsen, Martin Dulig (SPD), spricht am 01.11.2016 während einer Pressekonferenz in Dresden (Sachsen).
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Die Entscheidung macht mich wütend. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen mit Milliardengewinnen eine solche Entscheidung zuungunsten der Beschäftigten fällt. Eine solche Entscheidung darf man so nicht akzeptieren, sie ist unverantwortlich.

Martin Dulig Wirtschaftsminister Sachsen

Auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, momentan auf Dienstreise in China, zeigte sich schockiert und sprach von einer Bankrotterklärung eines Technologiekonzerns. Wenige Wochen vor Weihnachten sei das eine traurige Nachricht. Für eine strukturschwache Region wie Görlitz, aber auch für Leipzig komme das wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Tillich Portrait
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Wir werden uns zur Wehr setzen und Siemens auffordern, alternative Konzepte für die Standorte anzubieten. Wir wollen, dass sowohl der Standort in Görlitz als auch in Leipzig erhalten bleibt.

Stanislaw Tillich Ministerpräsident des Freistaates Sachsen

"Unverantwortlich, katastrophal, inakzeptabel" Politische Reaktionen aus Sachsen auf die Streichpläne von Siemens

Siegfried Deinege, Oberbürgermeister von Görlitz
Siegfried Deinege, Oberbürgermeister von Görlitz: "Die Entscheidung ist auch eine Katastrophe für unseren Mittelstand, für die Zulieferer, für den Handel und viele weitere Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens für uns hier vor Ort. Unsere Stadt wird bei diesem geplanten Ausverkauf, der vor allem unsere jungen Familien betrifft, nicht kampflos zuschauen." Bildrechte: MDR/Birgit Menzel
Siegfried Deinege, Oberbürgermeister von Görlitz
Siegfried Deinege, Oberbürgermeister von Görlitz: "Die Entscheidung ist auch eine Katastrophe für unseren Mittelstand, für die Zulieferer, für den Handel und viele weitere Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens für uns hier vor Ort. Unsere Stadt wird bei diesem geplanten Ausverkauf, der vor allem unsere jungen Familien betrifft, nicht kampflos zuschauen." Bildrechte: MDR/Birgit Menzel
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD)
Burkhard Jung, Oberbürgermeister von Leipzig: "Milliardengewinn und gleichzeitig der Rausschmiss von tausenden Mitarbeitern - Siemens zeigt, dass das leider kein Widerspruch ist. Wir haben es hier mit einem Weltkonzern zu tun, der jede Verantwortung für Mitarbeiter und Regionen von sich weist und stattdessen Buchhalter entscheiden lässt. Siemens hat offensichtlich die Energiewende und deren Auswirkungen auf das Geschäft verschlafen - ausbaden muss das jetzt nicht das Management, sondern die Belegschaft." Bildrechte: dpa
Tillich Portrait
Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen: "Wir werden uns zur Wehr setzen und Siemens auffordern, alternative Konzepte für die Standorte anzubieten. Wir wollen, dass sowohl der Standort in Görlitz als auch in Leipzig erhalten bleibt." Bildrechte: dpa
Michael Kretschmer
Michael Kretschmer, Generalsekretär der CDU Sachsen: "Diese Entscheidung von Siemens macht mich wütend. Die Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz leisten hervorragende Arbeit und fahren dem Konzern gute Gewinne ein - und zum Dank werden ihre Werke geschlossen." Bildrechte: dpa
Landes- und Fraktionsvorsitzende der Linken von Sachsen, Rico Gebhardt
Rico Gebhardt, Vorsitzender der Linke-Fraktion im Sächsischen Landtag: "Aktuell muss die Staatsregierung nun den betroffenen Beschäftigten zusammen mit den Gewerkschaften den Rücken stärken und den Druck auf den Konzern erhöhen. Wir werden alle Aktivitäten unterstützen, die zu einer Revision dieser Entscheidung auf Kosten der Menschen in Sachsen führen." Bildrechte: dpa
Thomas Baum, SPD-Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Görlitz
Thomas Baum, SPD-Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Görlitz: "Es werden nicht nur tausende Jobs gefährdet. Mit solchen Entscheidungen wird auch die Zukunft ganzer Industrieregionen ohne Not erneut in Frage gestellt. Der Weltkonzern Siemens hat zuerst eine Verantwortung für seine Arbeitnehmer und für die Region. Siemens muss dieser gerecht werden und nicht nur an die Dividende seiner Aktionäre denken." Bildrechte: Thomas Baum
Jörg Urban, Mitglied des Fraktionsvorstands der Alternative für Deutschland (AfD), sitzt am 27.09.2017 während der Sitzung des Landtages in Dresden (Sachsen) im Sitzungssaal.
Jörg Urban, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag: "Die Arbeitsplätze landen nun auf dem Opferstock der CDU-gewollten falschen Energiepolitik. […] Hinzu kommen die ebenfalls von der CDU zu verantwortenden Russland-Sanktionen. Auch dieser Markt wurde durch die Regierung gekappt. Siemens ist daher am wenigsten ein Vorwurf für seinen drastischen Entschluss zu machen. Kein Bedarf, keine Produktion." Bildrechte: dpa
Der sächsische Minister für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Kupfer (CDU).
Frank Kupfer, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag: "Der Technologiekonzern schließt trotz Rekordgewinne wirtschaftlich gesunde Standorte im Osten, um woanders billiger zu produzieren und damit vielleicht unrentable Standorte im Westen zu stützen. Wir haben für diese Schließungen kein Verständnis, sie schaden dem Vertrauen der Sachsen in die Marktwirtschaft. […] Siemens muss diese Entscheidungen noch einmal überdenken und zurücknehmen." Bildrechte: dpa
Kandidat zur Landratswahl im Landkreis Görlitz Mirko Schultze.
Mirko Schultze, Linke-Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Görlitz: "Hier schlagen kapitalistische Markt- und Renditeerwartungen einer kleinen Gruppe von Aktionären in voller Härte und ohne Rücksicht auf die betroffenen Menschen, ihre Familie und die Region zu. […] Der Satz 'Eigentum verpflichtet' aus dem Grundgesetz wird so zu einer hohlen Phrase degradiert. Dies dürfen wir uns nicht gefallen lassen." Bildrechte: Mirko Schultze
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Begründung: Wettbewerbsfähigkeit sichern

Siemens hatte trotz eines historischen Rekordgewinns von 6,1 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr vor vier Wochen angekündigt, in der Kraftwerkssparte des Unternehmens sparen zu wollen. Nun wurde der Wegfall von weltweit 6.900 Arbeitsplätzen bekanntgegeben - die Hälfte davon in Deutschland. Offizielle Begründung: Der Trend gehe weg von Großkraftwerken hin zu erneuerbaren Energien - deshalb sei die Nachfrage eingebrochen.  Laut Siemens ist der Markt für Gasturbinen um 40 Prozent und der für Dampfturbinen um 70 Prozent geschrumpft. Ohne eine entsprechende Reaktion sei man nicht mehr wettbewerbsfähig.

Die Einschnitte sind notwendig, um unser Know-how bei der Kraftwerkstechnologie, bei Generatoren und bei großen elektrischen Motoren nachhaltig wettbewerbsfähig halten zu können.

Janina Kugel Mitglied des Vorstands der Siemens AG

Doch die Art und Weise, wie Siemens sich neu ausrichten will, kommt in der sächsischen Landespolitik überhaupt nicht gut an. Das Unternehmen solle auch zu seiner sozialen Verantwortung stehen, fordert Ministerpräsident Tillich: "Der Konzern sollte diesen Strukturwandel nicht einfach nachzeichnen, sondern ihn mit neuen Produkten und Technologien selbst gestalten. Und das an den Standorten, wo die alten Technologien nicht mehr gefragt sind."  

Auftragsbücher sind voll

Die IG Metall kann die Entscheidung aus München überhaupt nicht nachvollziehen. Nach Angaben der Gewerkschaft ist das Werk in Leipzig nur maximal 20 Prozent in der Kraftwerkssparte tätig. Und auch Görlitz hat aufgrund seiner kundenspezifischen Lösungen eigentlich volle Auftragsbücher, wie der Görlitzer Landrat Bernd Lange kürzlich nach einem Treffen mit dem Betriebsrat erklärte. Hier könne also von Geschäftseinbrüchen keine Rede sein.

"Wir bleiben hier"-Rufe in Leipzig

In Leipzig sind 200 Arbeitsplätze in der Produktion und 70 im Service bedroht. Am Donnerstag protestierten Mitarbeiter und Kreative sowie Vertreter von Politik und Gewerkschaft vor den Toren des Werkes im Stadtteil Plagwitz gegen die Schließung. Sie wollten so die Konzernleitung in München auf sich aufmerksam machen und eventuell auch umstimmen. Mit Pfiffen und "Wir bleiben hier"-Rufen zeigten sie sich kampfeslustig. 2013 hatte sich dieses Vorgehen schon einmal bewährt. Damals verhinderten Proteste und konstruktive Gespräche die Schließung des Siemens-Standorts Böhlitz-Ehrenberg.

Spontaner Protest in Görlitz

Protest stand in den vergangenen Wochen auch im Görlitzer Werk auf der Tagesordnung. An dem Standort stellen gegenwärtig 960 Menschen Industrieturbinen her, zum Beispiel für Kraftwerke mit kombinierter Energieerzeugung und Wärmeauskopplung. Bereits am Mittwochabend hatten die Mitarbeiter mit einer Feuerwache ihren Unmut kundgetan. Nach der Mitteilung der Konzernführung trafen sich am Donnerstagabend erneut rund 250 Siemens-Mitarbeiter und Unterstützer vor dem Werkstor in Görlitz und machten ihrer Empörung mit Trillerpfeifen und Trommeln lautstark Luft. Linke-Politiker Mirko Schultze sagte im Gespräch mit MDR SACHSEN:

Kandidat zur Landratswahl im Landkreis Görlitz Mirko Schultze.
Bildrechte: Mirko Schultze

Ursprünglich war ja nur eine Feuerwache geplant. Aber es kommen immer mehr Menschen. Die Landskronbrauerei hat eine Delegation vorbeigeschickt und der Betriebsrat von Bombardier war hier. Es ist eine Mischung aus Solidarität und Ohnmacht.

Mirko Schultze Linke-Landtagsabgeordneter und Stadtrat in Görlitz

Siemens in Sachsen Gesamtbeschäftigte Siemens Sachsen: rund 4.200 Mitarbeiter

Größter Standort: Chemnitz mit rd. 1.200 Mitarbeitern - hier stellt Siemens Ausrüstungen für den Werkzeug- und Produktionsmaschinenbau her.

Von Schließung betroffen: Turbinenwerk Görlitz (rd. 900 MA), Verdichterbau Leipzig (rd. 270 MA)

Weitere Produktionsstandorte:
Industriegetriebe Penig (rd. 600 MA)
Transformatorenwerk Dresden (rd. 300 MA)
Niederspannungsschaltanlagenbau Böhlitz-Ehrenberg (rd. 360 MA)
Isolierteilewerk Zwönitz (rd. 60 MA)

Außerdem hat Siemens jeweils eine Vertriebs- und Serviceniederlassung in Leipzig und Dresden mit einigen Hundert Beschäftigten.

mdr/pm/sth/stt

Über dieses Thema berichtet MDR auch im Radio und Fernsehen: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.11.2017 | Nachrichten und Regionalnachrichten ab 5:30 Uhr
MDR SACHSENSPIEGEL | 16.11.2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. November 2017, 08:10 Uhr

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27 Kommentare

17.11.2017 20:46 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 27

noch @ 23. Kurt:
Ohne Atomausstieg anno 2011 würde sich Siemens hier sicherlich viel heimischer fühlen! ;)

17.11.2017 20:38 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 26

@ 23. Kurt:
Kein Problem! Wenn wir Bärliner das Gefühl haben, wir würden übersehen werden, melden wir uns schon! =)

Die Nachricht über die 'Werkserweiterung in Tschechien' kam - glaub ich - von der IGMetall -> rbb.

Wenn man 6 Mrd. € Gewinn macht, hat eine 'betriebsbedingte Umstrukturierung' schon ein gewisses Geschmäckle. Sicherlich fällt ein 6-Mrd.-Gewinn nicht vom Himmel, aber eine Umstellung einer kompletten Volkswirtschaft auf regenerative Energien eben auch nicht.

Man kann alles schaffen, wenn man nur will! Wenn sich aber die Starken einer Gemeinschaft aus Anstrengungen verabschieden, wird es für den Rest schwieriger. Siemens ist ein starkes Mitglied, das mit ein bissl Fantasie noch stärker sein könnte.

Wir schaffen das auch ohne SIemens!

17.11.2017 19:26 kurt 2 25

die Basis organisiert den Widerstand,gegen die die mit beschlossene Strategie der Funktionäre,nennt man Kampf gegen Windmühlen.

17.11.2017 17:29 meine Meinung 24

@15 guter realistischer Beitrag, aber nicht nur das Management hat versagt, im Aufsichtsrat sitzen auch Betriebsräte und Gewerkschaft die in allen Wichtigen Ausschüssen die Strategie mit entscheiden und zu verantworten haben. War ja bisher Funkstille von dieser Seite.Alle von Politik,Gewerkschaft und Verbänden/Organisationen,die jetzt am lautesten Schreien war doch bekannt ,was jetzt leider passiert. Man darf sich von der Entwicklung des Marktes und damit der Wettbewerbsfähigkeit nicht so überraschen lassen,alles andere ist geheuchelt.Der Bäcker,der kein Brot mehr verkauft,muss schließen-nur über den redet man nicht.Den Siemens Mitarbeitern(übrigens mit den höchsten Löhnen und sozialen Leistungen in Dt.)wünsche ich alles Gute--aber sie sollten auch genau hinschauen wer alles mit verantwortlich ist,für dieses kollektive Versagen.

17.11.2017 16:29 Kurt 23

@22. Krause...:
Sorry, unsere Bärliner vergaß ich. Bitte um Verzeihung!
Stand gestern sogar exakt mit Uhrzeit im Netz, neben den Dauerwachen in LE & GR.
Ja, die Berliner unter Klaus Abel müssen, lt. Telefonat vorhin, ein RICHTIG engagierter "Haufen" ;-) sein. (positiv gemeint!)
Die Bärliners rief ich an, weil für München NICHTS zu finden war. Was die Weltstädters so alles organisieren, ist schon aller boneur!!! :-o
Mittlerweile findet man schon Aktionen für OFFENBACH [...]. :-O

17.11.2017 15:40 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 22

Auch in Berliner Siemens-Werken werden Stellen gestrichen (Dynamo- und Gasgeneratorenwerk). Heute wurde in Berlin schon demonstriert.

Dafür will Siemens ein paar Stellen in Tschechien schaffen... So schlecht scheint die Aussicht auf Geschäfte mit Generatoren doch nicht zu sein...

Vorbei die Zeit, in der sich Siemens verpflichtet hatte, in Deutschland keine Stellen zu streichen!

17.11.2017 13:48 Oberlausitzer 21

Kleiner Hinweis an alle user, die sich hier geäußert haben: In Görlitz werden KEINE Turbinen für Großkraftwerke gefertigt. Diese werden in Mühlheim gefertigt. Und dort brechen die Aufträge weg. Es ist geplant, die Maschinen von Görlitz nach Mühlheim umzusetzen und dort die "Görlitzer Produktion" weiter zu betreiben. Hintergrund: Bei Entlassungen wären die Abfindungen in Mühlheim beträchtlich höher und die Schließung eines kompletten Standortes betriebswirtschaftlich kostengünstiger als die Fertigung an zwei Standorten.

17.11.2017 13:14 Kurt 20

Liebe KollegINNen,
Danke das Sie vor Ort sind & Gesicht zeigen!
Nur ist es sehr erschreckend, das an der Zentrale (München) NICHTS geben wird.
Die IGM München plant derzeit NICHTS.
Gut, man könnte ja erreichen, das die Aufsichtsräte in verärgerte Gesichter blicken müssten.
Aber LE, GR & EF ist zum Glück soooooooo weit weg...
Das spontane Riesen-Engagement von Hr. Reißig (LE), Hr. Otto (GR), Erfurt & allen Beteiligten ist daher sicher völlig wirkungslos.
Erst Recht, wenn CSU-Bayern weiter so diktatorisch die BundReg dominieren darf.
-> trotz guter Wirtschaftslage ungenügende Finanzkontrollen; BY mit geringsten Kontrollausgaben (Fall Hoeneß nur über Vergleich gelöst u.a.)
-> BY kann nach Belieben Bundes-Behörden und Institutionen am Parlament vorbei in sein Land ziehen
-> trotz guter Einnahmen, wird keine (Bundes-) Solidarität zu schwächeren Ländern gelebt- im Gegenteil, mit S. Tillich & Haseloff wurde Soli-Abschaffung eingeläutet
Bitte, WER erkennt dies endlich?????

17.11.2017 10:39 meine Meinung 19

Viele Komentare sind leider sehr populistisch und ohne jedes Hintergrundwissen. Hier einige Anmerkungen:Bei Siemens fällt keine Entscheidung (eine strategische gleich garnicht),ohne eine immer involvierte Arbeinehmerseite im Aufsichtsrat.Siemems ist einer der weltweit besten Arbeitgeber in der Entlohnung und im sozialen Bereich(davon träumen tausende Mittelständner in DT,über redet man nicht und wenn diese solche strategische Fehler machen wie Siemens--verschwinden sie still.) Also Siemems (Vorstand,Aufsichtsrat-einschl.Gewerkschaft) ihr seit gefordert,was nicht oder zu spät strategisch erkannt wurde zu ändern. Trommeln auf der Strasse bringt für die Menschen keinen erforderlichen Erfolg,aber für die Gewerkschaft sicher Mitglieder.Siemens ist eigentlich nur ein Fall wie diese zu hauf immer wieder in der wirtschaftlich realen globalen Welt vorkommt,steht aber auf Grund seiner Größe im Fokus. Und hat weder etwas mit Sozialismus oder Kapitalismus zu tun,es ist reale Wirklichkeit.

17.11.2017 09:39 jochen 18

1# Auch Sie werden sich noch über die künftigen Wahlergebnisse im Osten Deutschlands wundern.
Wer die östlichen Länder so mies behandelt, wird die Folgen zu spüren bekommen.
Und das ist gut so.