Schnee am Elbufer Dresden
Eine Pistenraupe am Königsufer. Bildrechte: MDR / xcitepress

Pistenaufbau für den Skiweltcup Schnee am Elbufer von Dresden

Schnee am Elbufer Dresden
Eine Pistenraupe am Königsufer. Bildrechte: MDR / xcitepress

Das Königsufer in Dresden verwandelt sich seit dem Donnerstagmorgen in eine Winterlandschaft. Grund ist der erste Weltcup im Skilanglauf, den die Stadt an diesem Wochenende austrägt. Dafür wird eine 1,4 Kilometer lange Strecke an der Elbe zwischen Japanischem Palais und Carolabrücke präpariert.

Rund 4.000 Kubikmeter Schnee müssen dafür antransportiert werden. Die bis zu 40 Zentimeter dicke Schneedecke auf der Wettkampfpiste soll bis zum Abend fertig sein. Ein ehrgeiziges Ziel, aber eher konnte der Schnee wegen der frühlingshaften Temperaturen nicht aufgetragen werden.

Gefrostetes Regenwasser

Schnee am Elbufer Dresden
Seit Donnerstagmorgen fahren Laster tonnenweise Schnee ans Elbufer. Bildrechte: MDR / xcitepress

Seit Dezember wird auf dem Dresdner Flughafen für den Weltcup Schnee produziert. Eine Spezialanlage frostet dafür Regenwasser und zerschleißt es zu kleinen Eiskügelchen. Und selbst bei zehn Grad Außentemperatur ist der Schnee im Hangar nicht getaut. Der Kunstschnee wurde außerdem mit Naturschnee aus Oberwiesenthal gemischt, damit die Masse besser bindet. Im Laufe des Tages fahren nun Laster die weiße Ladung vom Flughafen zur Elbe. Unterdessen reisen die Sportler nach und nach an.

Großer Aufwand für den Wintersport

Wenn der Winter nicht will, hilft der Mensch nach. Für den Skiweltcup wird das Elbufer mit Massen an vorproduziertem Schnee präpariert.

Schnee am Elbufer Dresden
Eine Winterlandschaft kann das Dresdner Elbufer bei den jetzigen Temperaturen nicht bieten. Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt
Schnee am Elbufer Dresden
Eine Winterlandschaft kann das Dresdner Elbufer bei den jetzigen Temperaturen nicht bieten. Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt
Schnee am Elbufer Dresden
Ungewohnter Anblick: eine Pistenraupe im Dresdner Elbtal. Bildrechte: MDR / xcitepress
Ein Pistenbully bereitet eine Schneepiste vor
Darum werden für den Skiweltcup große Anstrengungen unternommen, um zumindest die Wettkampfstrecke zu weißen. Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt
Schnee am Elbufer Dresden
Die riesigen Schneeladungen werden per Lkw vom Dresdner Flughafen ans Elbufer transportiert. Bildrechte: MDR / xcitepress
Schnee am Elbufer Dresden
Am Flughafen presst seit Dezember eine Schneemaschine Regenwasser zu kleinen Eiskügelchen. Bildrechte: MDR / xcitepress
Schnee am Elbufer Dresden
Rund 4.000 Kubikmeter Schnee müssen bis zum Donnerstagabend am Elbufer verteilt werden. Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt
Schnee am Elbufer Dresden
Am Freitagmittag soll bereits das Training der Wettkampfteilnehmer am Elbufer beginnen. Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt
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Am Sonnabend finden am Königsufer die Einzel-Sprint-Wettbewerbe statt. Am Sonntag stehen bei Frauen und Männern Team-Sprints auf dem Programm. Bereits am Freitagmittag beginnt das Training. Im Winterdorf am Hotel Westin Bellevue können die Zuschauer den Wettkampf aus kurzer Distanz mitverfolgen und die Athleten anfeuern.

FIS Skiweltcup Dresden 12. bis 14. Januar Freitag
12:00 - 14:00 Uhr offizielles Training Athleten
Sonnabend
09:50 - 11:05 Uhr Qualifikation Einzel, Damen und Herren
12:20 - 13:50 Uhr Finals FIS Skilanglauf Sprint Weltcup Einzel, Damen und Herren, danach Siegerehrung
Sonntag
09:15 - 10:45 Uhr Qualifikation Team-Sprint, Damen und Herren
11:15 - 12:05 Uhr Finals FIS Skilanglauf Sprint Weltcup Team-Sprint, Damen und Herren, danach Siegerehrung

Quelle: MDR/ma

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Fernsehen und im Radio: MDR SACHSENSPIEGEL | 11.01.2018 | 19:00 Uhr
MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 11.01.2018 | ab 05:00 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2018, 20:13 Uhr

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43 Kommentare

12.01.2018 23:19 Inge 43

@42 Sind Sie der Mentor von Hr. Kindermann, oder was soll der Kommentar? Ich mache keine Kreuzfahrten.Kältewelle in Amerika hin oder her. Das Eis auf Grönland taut dramatisch ab.Das kann man auch in Nachrichtensendungen sehen.Ich weiß nicht wo sie Nachrichten schauen. Diese Veranstaltung ist krank und Dresden braucht sie nicht. Wie wäre es denn mit einer Deutschen LeichtathletikMeisterschaft in einem sanierten Steyer-Stadion?

12.01.2018 19:23 Historiker 42

@ 41 Aber Inge, Sie müssen schon zwischen Wetter und periodisch wiederkehrenden Klimaerwärmungen bzw. -abkühlungen unterscheiden. Schauen Sie sich unbedingt einmal die Nachrichten an. In den USA haben wir eine extreme Kältewelle. So ist das mit dem Wetter. Statistisch gesehen liegen wir vielleicht insgesamt mit 0,2% über dem Durchschnitt. Also freuen Sie sich auf die Veranstaltung in Dresden und verzichten Sie lieber auf eine Kreuzfahrt. Da wird wirklich völlig sinnlos Energie verpulvert und die Umwelt belastet.

12.01.2018 18:09 Inge 41

@38. Wenn wichtigtuern wie Kindermann und Co klar werden würde das sie mit ihrem Schwachsinn die globale Erwärmung fördern, dann bestünde die leise Hoffnung das auch in Dresden wieder Naturschnee fällt. Denn wenn wir so weiter machen wird es auch in naher Zukunft in Altenberg nur noch Kunstschnee geben. Und wenn Hr. Kindermann behauptet die Veranstaltung sei grün, nur weil ich mit Öpnv dahin fahren kann?????????

12.01.2018 17:46 walter 40

@30
Kein Inhalt Ihres Kommentares. Wo ist Ihr Problem?

12.01.2018 16:01 Grüne Randfichte 39

Was für ein dekadenter Schwachsinn. Hauptsache die LKW dürfen auch alle in die Umweltzone? Oder gibt's da Ausnahmen?

12.01.2018 13:56 André aus Dresden 38

Es wird immer nur über den FIS Skiweltcup gemeckert. Schaut doch mal über den Tellerrand hinaus. Es gibt eine Woche danach wo Schulen also Kinder die Möglichkeit haben sich mal anders sportlich auszulassen um sich dann zu überlegen ob sie gerne den Sport in z.B. "Altenberg" ausüben möchten. Ist alo auch eine nachhaltige Idee und das Geld in unsere Kinder gut investiert. Verstehe einige Kommentare deswegen nicht.

12.01.2018 12:46 Jenaer 37

Man möchte den Dresdnern zurufen: "Schuster, bleibt bei euren Leisten." Was will sich die Stadt mit dieser Aktion eigentlich beweisen? Ein Skiwettkampf mitten in der Dresdner Altstadt mag romantisch und spektakulär sein, doch rechtfertigt dies den hohen Aufwand und die große dafür erforderliche Energiemenge? Es ist eine Ohrfeige für alle Menschen, die sich ernsthaft um eine schonende Verwendung unserer natürlich begrenzten Ressourcen bemühen.

12.01.2018 11:28 Historiker 36

Warum sollte ein derartiges Sportereignis in Gelsenkirchen möglich sein und in Dresden nicht?
Entweder beide Veranstaltungen untersagen oder beide genehmigen. Warum legen sich die Politikerinnen der Grünen nicht in die Schalke-Arena und protestieren? Sie sind doch auch in Sachsen aufmarschiert, um den Abbau von Braunkohle zu stoppen. Und wenn eine niedersächsische Werft für Luxusjachten ostdeutsche Agrarflächen aufkauft, sollte unbedingt auch eine Firma aus Sachsen flächendeckend Windräder in Niedersachsen aufstellen.

12.01.2018 09:16 Rolf 35

Fahren die ganzen Leute, die hier alle nur negative Kommentare abgeben, regelmäßig oder sogar täglich mit dem eigenen Auto durch die Stadt. Und reisen sie regelmäßig mit dem Flugzeug in Urlaub? Man sollte sich an die eigene Nase fassen und die regelmäßigen "Klimasünden" auch im Blick haben und nicht nur diese einmalige Aktion der Schneeproduktion anprangern.
Ich habe kein Auto und fliege nie in den Urlaub und freue mich auf die Veranstaltung!

12.01.2018 08:33 Bernd 34

Ja unsere lieben Politiker, es gibt im Osten Oberhof, Klingental, Oberwiesental. Das sind Wintersportorte, dort kann man so etwas ausrichten. Und @8 ja im Stadion in Gelsenkirchen macht man das auch. Fuer mich macht das auch keinen Sinn, und das schaue ich mir nicht an, obwohl mich Biathlon interessiert.