Städtebahn lehnt vorsorgliche "Fahrt auf Sicht" ab

Die Städtebahn Sachsen fährt weiterhin keine Züge auf der Müglitztalbahn zwischen Heidenau und Altenberg. Geschäftsführer Torsten Sewerin teilte am Wochenende mit, die Deutsche Bahn habe zwar den Streckenabschnitt Heidenau - Glashütte für sogenanntes "Fahren auf Sicht" freigegeben. Das lehne die Städtebahn aber ab. Sämtliche Fahrten lägen damit in der Verantwortung des Triebwagenführers.

"Fahren auf Sicht" - was bedeutet das generell...

Die Züge dürfen beim "Fahren auf Sicht" nur mit verminderter Geschwindigkeit und stets bremsbereit fahren, weil immer mit Hindernissen gerechnet werden muss. Verspätungen sind vorprogrammiert. Ein solches Verfahren wird im Eisenbahnverkehr üblicherweise nur kurzzeitig angewendet, etwa bei starkem Nebel oder Signalstörungen oder wenn Menschen am Gleis gemeldet sind.

... und konkret für die Müglitztalbahn?

Auf der Müglitztalbahn geht es jedoch um Bäume und Gehölze, die auf die Gleise stürzen könnten. Die Städtebahn fordert vom Besitzer der Strecke, der DB Netz AG, seit geraumer Zeit fachgerechten Vegetationsrückschnitt, um weitere Zusammenstöße mit Zügen auszuschließen. Man werde sich Anfang der Woche erneut mit Vertretern der DB Netz treffen und den Forderungen Nachdruck verleihen, hieß es. Dazu werde man die komplette Strecke befahren und besonders kritische Stellen untersuchen. Vorerst fahren weiter Ersatzbusse zwischen Heidenau und Altenberg.

Quelle: Städtebahn Sachsen/MDR/lam

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN: MDR SACHSENSPIEGEL | 14.01.2017 | 19:00 Uhr

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