Kunstaktion vor dem Kulturpalast in Dresden
Bildrechte: MDR/Wolfram Nagel

Dresden Trojanisches Pferd vor dem Kulturpalast

Kunstaktion vor dem Kulturpalast in Dresden
Bildrechte: MDR/Wolfram Nagel

Vor dem Dresdner Kulturpalast hat die Initiative "Kunst ist frei" am Freitagnachmittag ein etwa fünf Meter hohes Trojanisches Pferd aufgebaut. Rund 500 Interessierte waren anwesend. Das eine halbe Tonne schwere Pferd soll dort bis Montag stehen als "temporäres und künstlerisches Sinnbild für die Situation in unserem Land". Anlass ist die Flüchtlingskrise. "Der Mythos vom 'Trojanischen Pferd' schien uns ein passendes Mahnen für das, was uns bewegt und Sorgen macht", erklärte der Verein.

Wir wollen mitbestimmen und einer Entwicklung entschieden entgegentreten, die unser Land, unsere Tradition und unsere Kultur zerstört.

Initiative "Kunst ist frei"

Der Verein greift den antiken Mythos auf, nachdem sich die Griechen mit Hilfe eines hölzern hohlen Pferdes Zugang zu Troja verschafft haben. Mit dieser List konnten die Kämpfer das Tor von innen öffnen und die Stadt erobern. Das Trojanische Pferd vor dem Kulturpalast besteht aus Kunststoff. Zur Initiative "Kunst ist frei" gehören unter anderem der Ideengeber und Pegida-Mitgründer René Jahn sowie Andreas Hofmann alias DJ Happy Vibes.

Kritik: Missbrauch eines Mythos

Kritik an der Aktion kam vom Verein Atticus. Hier werde ein Mythos missbraucht. Die Initiatoren würden ausdrücken wollen, dass sich im Bauch des Trojanischen Pferdes Flüchtlinge befänden. In einer Pressemitteilung heißt es: "Der Verein kann die Interpretation der besorgten Kunstschaffenden nicht nachvollziehen. Denn der Vorwurf, die Trojaner wurden gar nicht gefragt, ob das Holzpferd in die Stadt transportiert werden darf, ist historisch-literarisch falsch. Die Bürger wurden befragt, hörten nicht auf die Warnung des Priesters, vertrauten auf ein Gottesurteil und zogen schließlich das Pferd in die Stadt."

Kunstaktion vor dem Kulturpalast in Dresden
Zur offiziellen Präsentation der Plastik kamen rund 500 Menschen zum Dresdner Kulturpalast. Bildrechte: MDR/Wolfram Nagel

Quellen: MDR/st

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.04.2018 | ab 18:00 Uhr in den Regionalnachrichten Dresden

Zuletzt aktualisiert: 16. April 2018, 09:01 Uhr

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78 Kommentare

18.04.2018 06:53 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 78

@ 75:
Tja, bei einem 'Vorzeichenwechsel' verändert sich in der Sprache auch gern mal Intention bzw. wird eine 'Aufforderung' zu einem 'Befehl'...

Die deutsche Sprache ist nun mal nicht ganz so einfach... wenn man da in Kommentarspalten 'mitspielen' will, sollte man seiner Sprache schon etwas Liebe, Gefühl und Verständnis entgegenbringen.

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18.04.2018 06:37 Heinze 77

@Martina 32: Erachte es als gut, dass Sie die Christenverfolgung in den islamischen Staaten angesprochen haben. Dafür scheinen sich nur wenige zu interessieren.

17.04.2018 19:40 Janes 76

@74: Ja, die Menschen lachen oft aus Verlegenheit/Unsicherheit. Ist zu vermuten. Denn einen Witz habe ich nicht gemacht. Und um über andere zu lachen, müsste man sehr klug oder sehr dumm sein.

Sind sie nun klug, oder dumm? Wollen sie diese Aufmerksamkeit? Immerhin haben sie nicht nur vermeintliche Fehler im Ausdruck entdecken haben wollen, sondern bewerten gleich meine gesamte Konversation. Hm.

Tatsächlich sage ich mir das fast egal ist, ob ein Buchstabe fehlt, verdreht ist oder sonst was zusammen kommt, es für hier reicht (und damit für Leute wie dich). Und dann muss ich weder die Batterien in der Funktastatur wechseln, noch das Licht anmachen oder mir die Mühe machen, in dem Geschriebenen noch die Fehler zu suchen. Denn wie gesagt-für hier reichts allemal.

Der geneigte pegida/afd Anhänger interessiert sich ja sonst ebensowenig um den Sinn von Gesagtem, sprachlichen Ausdruck oder irgend einer Logik. Wenn ihr dann hier über Rechtschreibe"fehler" lästern könnt, reichts doch.

17.04.2018 18:11 MiSt 75

@ Janes

"Und natürlich sarkastischen Dank an den MDR, dass überhaupt noch Kommentare freigeschaltet werden. Zu DDR Zeiten hätte es das wohl nicht gegeben."
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Nunja, nicht jeder Kommentar findet den Weg in die Öffentlichkeit. Kritik an Kunstausgrenzungen oder Kunstausgrenzern wird hier offensichtlich sehr rigide unterbunden. Dabei will ich nicht einmal Position zur Skulptur und deren Aussage selbst beziehen, sondern lediglich einen Spiegel vorhalten.

An die MDR-Sachsen Redaktion
Mein nicht freigegebener Kommentar bestand zu 100% aus recycelten Kommentaren, freigegeben von MDR-Sachsen, nur unter umgekehrten Vorzeichen. Traurig, aber wahr.

17.04.2018 09:34 Maliorator an Janes 69 74

So extrem schlecht schreiben Sie doch sonst nicht. Ihre vielen Ausdrucksfehler sind ein sicherer Beleg, daß Ihnen die Contenance völlig abhanden gekommen ist. Das tut mir Leid für Sie. Vielleicht machen Sie sich mal einen Beruhigungstee? Offensichtlich habe ich also genauso ins Schwarze getroffen wie die Schöpfer des Kunstwerkes. Vielen Dank für Ihre unsouveräne Reaktion. Ich habe mich köstlich amüsiert.

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16.04.2018 18:16 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 73

@ 72:
Anderen die Bildung absprechen ist aber kein Zeugnis von Anstand und Erziehung...

16.04.2018 17:16 O-Liner (3. V.) 72

1.): Aus der jetzigen Installation treten keine umweltgefährdenden Stoffe aus, im Gegensatz zu einem mit privilegierender Protektion errichteten Schrottfahrzeughaufen - Umweltgefährdung, die jeden nichtprivilegierten Bürger ein saftiges Ordnungsgeld, wenn nicht gar ein Strafverfahren eingebracht hätte! 2.):
Die jetzige Installation kostet keinerlei Steuergelder, im Gegensatz zum Schrotthaufen. Ich denke, auch die Aufstellgenehmigung zahlten die Initiatoren aus eigener Tasche.
3.): Die Intention, die hinter dem Sinnbild "Trojanisches Pferd" steht, ist sowohl historisch nachvollziehbar als auch hintersinnig, da hierzu eine gewisse Bildung vonnöten ist; im Gegensatz zum damaligen Haufen Altmetall und Sondermüll, der sich tatsächlich als klandestines Trojanisches Pferd entpuppte. Es war die schnöde Kopie einer Straßensperre einer terroristischen islamistischen Miliz, freilich mit einer handfesten Unwahrheit in der Story, die uns dann verklickert werden sollte!

16.04.2018 17:07 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 71

@ 60:
In der Tat liegt für den 'besorgten Bürger' der Reiz der Provokation eher in dem Vergleich von Mensch und Katastrophe.

16.04.2018 14:56 W. Merseburger 70

An Kommentar @ 56 und @57,
bei meinem Einwurf zur Lebensdauer von organischen Kunststoffen ging es mir in der Hauptsache um unzulässige Übertreibungen. Auch ein Kunststoff kann nicht 1000 Jahre durch die Nahrungsketten (welche eigentlich) wandern. Die synthetischen organischen Kunststoffe, auf englisch organic synthetic plastics genannt, haben die moderne Gesellschaft revolutioniert. Deswegen halte ich eine Verteufelung der Kunststoffe für falsch. Wer die Kunststoffe rund um den Globus nach Gebrauch in krimineller Weise verteilt ist der Mensch, der Mensch ist das Problem. Natürlich sind die Nanopartikel ein neues Problem, deren Auswirkungen auf das biologische Gleichgewicht der Welt unbekannt, aber wahrscheinlich sehr negativ ist. Nun sind wir aber vom "Kunstwerk" in Dresden auf ein Problem der heutigen Industriegesellschaft abgeglitten.

16.04.2018 14:05 Janes 69

65: So wütend unsachlich und wütend wie jemand, der aus Unsachlichkeit den Nutzernamens eines anderen nimmt und entstellt?

Betroffene Hunde bellen-sag ich immer wieder. Wobei die Macher des "Plagiats" ins schwarze getroffen haben, dass ich meine künstlerische Ader entdecke, bleibt wohl dein Geheimnis. Aber so wie du dich darüber mit einem wütenden -bockigen Kommnentar beschwerst (und mir damit die gewünschte Aufmerksamkeit schenkst, so wie der Jahn und Lutzi und Sigggi die brauchen wie die Luft zu atmen), muss ich wohl annehmen, dass ich mit meiner Idee ebenfalls ins Schwarze getroffen habe.

Und natürlich sarkastischen Dank an den MDR, dass überhaupt noch Kommentare freigeschaltet werden. Zu DDR Zeiten hätte es das wohl nicht gegeben.