Zugtaufe in Dresden Entspannter nach Königsbrück

Eine Regionalbahn am Bahnstreig
Bildrechte: MDR/Andreas Schrock

Wie tauft man einen Zug? Eine Flasche Sekt gehört auf jeden Fall dazu. Darin waren sich die Herren der Städtebahn Sachsen, des Landkreises Bautzen und der Stadt Königsbrück am Mittwoch auf dem Bahnhof Dresden-Klotzsche einig.

Ein Mann mit Anzug und Brille gießt Sekt über die Außenwand eines Zuges.
Heiko Driesnack. Bürgermeister von Königsbrück, goss den Sekt recht vorsichtig an die Zugwand. Bildrechte: MDR/Andreas Schrock

Weit gefehlt, wer dachte, die Sektflasche lande mit Schwung an dem neuen Wagen. An der Regionalbahn RB33 Dresden-Königsbrück wurde zunächst der Schriftzug "Stadt Königsbrück" enthüllt. Danach wurde der schäumende Sekt langsam darüber gegossen - "Damit Ihre Anzüge trocken bleiben!", hatte der Moderator den Paten mit auf den Weg gegeben. Das neue Design war laut Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) überfällig. Deshalb unterstützte er die Aktion mit 825.000 Euro.

Ein Mann im Anzug gießt Sekt gießt Sekt über die Außenwand eines Zuges.
Michael Harig, Bautzner Landrat, genoss die Zugtaufe. Bildrechte: MDR/Andreas Schrock

Bis zum Jahresende soll die gesamte Flotte der Städtebahn Sachsen in einem Delitzscher Werk umgestaltet werden. Das Motto: mehr Komfort, mehr Frische. Für den Bautzner Landrat Michael Harig geht es aber um mehr: "Wir wollen die Nutzung des ländlichen Raums verbessern." Und zwar durch Städter, die bequem ins Umland kommen. Und durch Menschen, die gerne auf dem Lande wohnen, weil sie die Option einer bequemen Fahrt in die Stadt haben.

Was sich in Gesprächen am Rande ergab: Die Zugverbindung Königsbrück-Dresden soll ausgebaut werden. Der VVO ringt um eine Verkürzung der Tatkzeiten. Und der Bürgermeister von Königsbrück, Heiko Driesnack, mahnte eine Verkürzung der Wartezeit des RB33 in Ottendorf-Okrilla an.

Quelle: MDR/as

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.04.2018 | 14:30 Uhr

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2 Kommentare

27.04.2018 14:04 Lukas der Lokomotivführer 2

Es ist paradox, anderswo verlegt man ganze Hauptstrecken um Bahnhöfe (Coswig) zu entlasten, baut kilometrlange Brücken und Tunnel durch unberührte Natur (NBS B-M) oder verbuddelt gleich den ganzen Bahnhof (Stuttgart)!
Aber mal eine Nebenbahn so zu sanieren, das diese Attraktiv wird ist nicht gewollt. Stattdessen wird an jeder Hofeinfahrt 10km/h für die Züge angeordnet und Bahnhöfe bleiben kilometerweit vom Ort entfernt. Auch diese Strecke wäre dann von Straßgräbchen bis Dresden eine alternative bei einer zur Straße gewesen aber nicht gewollt! SPNV abbestellen kam und kommt da gelegener!

27.04.2018 00:11 Enrico Pelocke 1

"Heiko Driesnack, mahnte eine Verkürzung der Wartezeit des RB33 in Ottendorf-Okrilla an." Ich hoffe und wünsche, daß es gelingt, die Fahrzeiten zwischen Klotzsche und Königsbrück so weit zu reduzieren, daß diese Strecke ohne Zugkreuzung gefahren werden kann und sich die Züge erst in Klotzsche oder weiter südlich begegnen. Das hängt von den vorhandenen Gleisbogenradien und der Sicherung der Bahnübergänge ab. Besonders in Ottendorf-Okrilla sind die Gleisbogenradien sehr eng, was die Streckenhöchstgeschwindigkeit begrenzt.
@MDR: Auf Bild 10 sind keine Stoßdämpfer, sondern Schlingerdämpfer zu sehen. Sie mindern das Hin+Herdrehen des Drehgestells.
Ich wünsche den Reisenden, den Triebwagen und dem Personal der SSB allzeit gute Fahrt und gutes Gelingen für die Moderniserung der Strecke nach Königsbrück.

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