"Du bist unsere Rettung!" Spot an für mehr Nachwuchs bei Sachsens Rettungskräften

Geraten Menschen in Not, sind sie zur Stelle: Feuerwehrleute, Sanitäter, Katastrophenhelfer. Wie wichtig ihr unermüdlicher Einsatz ist, wissen viele nicht zu schätzen. Daher betont jetzt eine Kampagne genau diese Arbeit und verfolgt drei wesentliche Ziele.

Der Beleuchter Jörg Schäfer aus Dresden macht mit bei einer neuen Kampagne für mehr ehrenamtliches Engagement im Rettungsdienst und bei der Feuerwehr. Die Kampagne unter dem Motto: "Du bist unsere Rettung!" wurde am 7.9.2018 vom Innenministerium in Torgau vorgestellt.
Jörg Schäfer arbeitet als Beleuchter in der Semper-Oper. Im Ehrenamt sind er und sein Hund Caspar für die Rettungshundestaffel im Einsatz - allerdings nicht so häufig, wie es notwendig wäre. Bildrechte: Innenministerium Sachsen

Mit einer neuen Kampagne für mehr ehrenamtliches Engagement im Rettungsdienst und bei der Feuerwehr wirbt das sächsische Innenministerium für Nachwuchs. Staatsminister Roland Wöller (CDU) hat die Kampagne am Sonnabend offiziell beim Volksfest "Tag der Sachsen" in Torgau gestartet. Die Aktion unter dem Motto: "Du bist unsere Rettung!" solle mehr Menschen motivieren, bei den freiwilligen Feuerwehren oder den Rettungsorganisationen mitzuarbeiten, teilte das Innenministerium mit.

Nachwuchs und Wertschätzung fürs Ehrenamt

Uhrmacherin Katharina Felgner ist seit ihrer Jugend bei der Freiwilligen Feuerwehr in Glashütte. sie wirbt als Kampagnengesicht für die aktion "Du bist unsere Rettung!". Am 7.9.2018 wurde die aktion beim Tag der sachsen in Torgau vorgestellt.
Uhrmacherin, Mutter, Ehefrau und stellvertretende Wehrleiterin: Katharina Felgner aus Glashütte hat viel zu tun. Bildrechte: Innenministerium Sachsen

Im Internet wird gesammelt über das Ehrenamt im Blaulicht-Bereich informiert. 14 Männer und Frauen aus Sachsen stellen sich als Gesichter zur Verfügung und berichten über ihr Ehrenamt, das sie mit Beruf und Familienleben in Einklang bringen. So wie Katharina Felgner. Sie arbeitet als Uhrmacherin bei Nomos Glashütte. Seit der Jugendfeuerwehr hat sie alle Lehrgänge durchlaufen und ist heute stellvertretende Wehrleiterin. Irgendwann möchte sie die Wehrleitung ihrer Feuerwehr übernehmen. Motivation schöpft die Feuerwehrfrau vor allem daraus, "selbstlos für andere da zu sein, ihnen zu helfen und nach einem erfolgreichen Einsatz mit einem guten Gefühl nach Hause zu fahren".
Sie sagt, ihr Chef zeige Verständnis und ermögliche problemlos, dass sie an Lehrgängen oder Einsätzen teilnehmen könne.

Aktion soll Vorurteile bei Arbeitgebern abbauen

Ganz so viel Entgegenkommen erlebt Jörg Schäfer von seinem Arbeitgeber in Dresden nicht. An Einsätzen kann der ehrenamtliche Hundeführer selten teilnehmen, da ihn sein Arbeitgeber in Dresden wegen fehlender rechtlicher Grundlagen dafür nicht freistellt. Daher richtet sich die sächsische Werbe-Aktion auch an Arbeitgeber und Firmeninhaber, um Vorurteile und Bedenken abzubauen, so das Innenministerium. Außerdem wolle man zeigen, dass die Verbände und Organisationen jedem, unabhängig von Alter, Ausbildung und Erfahrung, eine passende und herausfordernde Tätigkeit böten.

Nach Angaben des Freistaates engagieren sich in Sachsen rund 42.00 Menschen in den freiwilligen Feuerwehren. Hinzu kommen etwa 13.00 Mädchen und Jungen in den Jugendfeuerwehren. Im Katastrophenschutz sind 6.55 Helferinnen engagiert.

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.09.2018 | 15:00 Uhr in den Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 08. September 2018, 16:32 Uhr

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