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Minenunglück Erdbeben erschüttert polnische Mine: Mindestens sieben Verletzte

Ein Erdbeben hat die Bergbauregion im Südwesten Polens erschüttert. Mindestens sieben Bergleute einer Kupfermine wurden nach neuen Angaben des Unternehmens verletzt. Ein Arbeiter wird noch vermisst.

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Ein Erdbeben hat die Bergbauregion im Südwesten Polens erschüttert. Mindestens sieben Bergleute einer Kupfermine wurden nach neuen Angaben des Unternehmens verletzt. Ein Arbeiter wird vermisst. Mehr als 50 Einsatzkräfte waren nach Angaben des Bergbauunternehmens KGHM an der Suche nach den Vermissten in der Kupfermine Rudna beteiligt.

Noch am Abend befreiten die Rettngskräfte zwei Menschen lebend aus dem Schutt, erklärte der Direktor der Mine auf einer Pressekonferenz. Insgesamt hätten zum Zeitpunkt des Bebens 32 Kumpel in der Kupfermine gearbeitet. Die Verletzten seien zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden. Sie sind der polnischen Presseagentur PAP zufolge nicht in Lebensgefahr.

Blick auf ein Fördergerüst der Kupfermine Rudna.
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Nach Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam erreichte das Beben eine Stärke von 4,6. Das Epizentrum befand sich rund 90 Kilometer nordwestlich von Breslau. Nach Berichten auf dem Internetportal "erdbebennews" sollen Erschütterungen auch in Görlitz und Seifhennersdorf zu spüren gewesen sein. Rudna ist Europas größte Kupfermine und eine der größten weltweit. Das Bergwerk hat elf Schächte, der längste von ihnen reicht 1.250 Meter in die Tiefe. Bereits im November 2016 hatte in der Kupfermine nahe dem niederschlesischen Lubin schon einmal die Erde gebebt. Bei dem Beben der Stärke 3,4 verloren damals acht Bergleute ihr Leben, weil weite Teile des Stollens eingestürzt waren.

Quelle: MDR/kb/dpa/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 29.01.2019 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2019, 21:29 Uhr

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4 Kommentare

30.01.2019 16:03 Frank.s 4

Vor dem schreiben informieren! Soviel Schwachsinn habe ich selten gelesen: "Biofracking in Rudna mit gentechnisch veränderten Bakterien" In Rudna, Polkowice und im gesamten Revier erfolgt ein rein mechanischer Abbau der kupfervererzten Horizonte, also mit bohren, sprengen, laden und fördern. Nix Fracking, nix Biochemie! Die Technologie erfolgt im sog. Room and Pillar Abbauverfahren, ähnlich dem im deutschen Kalibergbau. Aber wie schon geschrieben können wir unsere Selten-Erden-Metalle für LED´s und Handys auch aus Afrika mit Kinderarbeit beschaffen lassen. Die Metalle Lithium und Kobalt fördern wir um Himmels Willen nicht im Erzgebirge sondern das Lithium in der Atacamawüste und senken dort den Grundwasserspiegel um viele Meter ab. 50% der Weltkobaltproduktion kommen aus dem Kongo wo dies unter lebensgefährlichen Bedingungen z.T. von Kindern abgebaut wird. Dieses Land wird beherrscht von Krisen, Korruption und Willkür. Aber wen stört`s ist ja alles weit weg von uns.

29.01.2019 21:52 Doreen Kusebauch 3

Sehr schlimm meiner Meinung nach, dass dort in Rudna mit Biofracking Kupfer abgebaut wird mit gentechnisch veränderten Bakterien, die auch eine Gefahr für das Wasser darstellen. Und nun beginnt die Erde zu beben. Das war ja schon vorauszusehen . Sollten sie endlich damit aufhören und die Natur retten was noch zu retten ist!

29.01.2019 20:59 NN 2

@Ralf Richter: Nö muss man nicht, man kann doch alles aus China importieren. Man macht den Steinkohlebergbau kaputt und nun drehen sich die Förderbänder im Duisburger Hafen einfach andersherum als früher. Mit der Braunkohle wird das wahrscheinlich nicht anders werden. Elektromotoren benötigen nun mal Kupfer... massenweise, wie kein Verbrennungsmotor

29.01.2019 19:44 Ralf Richter 1

Ein bedauerliches Ereignis läßt Fragen aufkommen.
Ist es wirklich sinnvoll, über einen Cu-Bergbau in der Niederlausitz nachzudenken?
Sollte man wirklich das Osterzgebirge wegen ein paar Seltener Erden wie einen Schweizer Käse zerlöchern?
Und, und, und......

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