Die Eröffnung des 584. Striezelmarkt Dresden
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Beschuldigte in U-Haft Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher Anschläge auf Weihnachtsmärkte

Es ist ein Szenario, dass sich keiner vorstellen möchte: ein Anschlag auf die Weihnachtsmärkte in Dresden und Chemnitz. Doch genau das sollen zwei schon in U-Haft sitzende Beschuldigte geplant haben.

Die Eröffnung des 584. Striezelmarkt Dresden
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Die sächsische Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen eines möglichen Anschlags auf die Weihnachtsmärkte in Dresden und Chemnitz. Ein Hinweis auf eine eventuelle Gefährdungslage habe zu einem Ermittlungsverfahren geführt, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen mit. Das Verfahren richtet sich gegen zwei Beschuldigte, die sich bereits wegen anderer Straftaten in Untersuchungshaft befinden. Zur Nationalität der Personen machte das LKA auch auf Nachfrage keine Angaben.

Was die konkreten Inhalte dieses Hinweises waren, das wird von unserer Seite nicht kommuniziert.

Tom Bernhardt Pressesprecher LKA Sachsen

Das LKA ist zusammen mit dem Bundeskriminalamt nach den bisherigen Ermittlungen zu dem Schluss gekommen, dass ein Anschlag im Moment unwahrscheinlich sei. Sollte sich die Gefährdungseinschätzung im Zuge der andauernden Ermittlungen verändern, werde kurzfristig reagiert, so das LKA.

Unveränderte Bedrohungslage

Der sächsischen Polizei liegen nach Aussage des LKA keine Hinweise und Erkenntnisse für eine konkrete Gefährdung der Weihnachtsmärkte im Freistaat vor. Allerdings sei die Bedrohungslage in Deutschland und Europa weiterhin unverändert: "Wir gehen von einer hohen abstrakten Gefährdung aus", erklärt LKA-Sprecher Tom Bernhardt. Die nun stattfindenden Weihnachtsmärkte haben wegen ihrer oft zentralen Lage, der vielen Menschen und den offenen Zugangsmöglichkeiten "eine besondere Gefährdungsrelevanz", heißt es. Es gebe dennoch keinen Grund, die Märkte und andere Veranstaltungen nicht stattfinden zu lassen. Bernhardt betont im Gespräch mit MDR SACHSEN, dass jeder auf den Weihnachtsmarkt gehen soll und kann.

Uns ging es mit dieser Mitteilung primär darum, die Leute entsprechend zu sensibilisieren. Es geht uns nicht darum, dass sich die Leute Sorgen machen müssen.

Tom Bernhardt Pressesprecher LKA Sachsen

Sicherheitskonzept von Veranstalter und Polizei

Für die Sicherheitskonzepte der Weihnachtsmärkte sind die Veranstalter zuständig. Sie arbeiten dabei eng mit den örtlichen Polizeidienststellen zusammen und stimmen Maßnahmen untereinander ab. So könne auf örtliche Gegebenheiten oder eine veränderte Sicherheitssituation reagiert werden, erklärt das LKA.

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.11.2018 | 13:00 Uhr in den Nachrichten

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 28. November 2018, 20:23 Uhr

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78 Kommentare

30.11.2018 08:29 Ekkehard Kohfeld 78

Bei der Versammlung lasse ich mal wieder jemand anders sprechen der hat euch durchschaut.

"IM INTERNET EINE HASSTIRADE ZU POSTEN, IST NOCH KEINE DEMOKRATISCHE DEBATTE. AUCH NICHT DER VERSUCH, SICH ALLEIN MIT GLEICHGESINNTEN
ZU UMGEBEN UND SO DAS GEFÜHL VON STÄRKE, JA MEHRHEIT ZU GEWINNEN.
BUNDESPRÄSIDENT JOACHIM GAUCK"

Wie recht er doch hat beweist ihr gerade wieder.

30.11.2018 07:15 Rennstädter 77

Es ist schon ein Trauerspiel, die Grenzen kann man nicht schützen dafür verwandelt man die Weihnachtsmärkte in Festungen die von Polizisten mit Maschinenpistolen bewacht werden. Auch die Bezeichnung Weihnachtsmarkt wird teilweise nicht mehr benutzt, das heißt dann Wintermarkt. Ich frage mich wenn der Dresdener Striezelmarkt einen anderen Namen erhält? Es wird doch bestimmt irgendwelche noch nicht solange hier lebende geben die an dem Begriff Anstoß nehmen.

29.11.2018 23:25 DER Beobachter zu Gerd 65 76

Also ich fürchte Islamisten, Salafisten etc. nicht sonderlich mehr und nicht sonderlich weniger als biodeutsche Verschwurbeler, die nicht mal die Grundlagen unserer schönen deutschen Sprache beherrschen. Immerhin scheinen unsere Sicherheitskräfte ja die ersteren im Auge zu haben...

29.11.2018 23:17 DER Beobachter zu Leo Bronstein 68 75

Man sollte Klartext reden: für die Anschläge sind tatsächlich Islamisten verantwortlich, aber dafür kann man nicht muslimische Flüchtlinge per se verantwortlich machen. Das wäre in der Tat Rassismus/Fremdenfeindlichkeit. Wenn 65% der Flüchtlinge selbst Muslime aus mehr oder weniger islamistischen oder islamisch-diktatorischen Staaten sind (u.a. eben Syrien, dessen Machthaber sich gern Islamisten zur Bekämpfung von Minderheiten mit mehr oder weniger berechtigten Interessen bedient und kaum etwas zur Bekämpfung des IS selbst getan hat), weist das zwar auf den politischen Islam hin, aber eben auch auf die Tatsache, dass v.a. Muslime selbst deren Opfer sind... Erklären Sie mir doch mal bitte bei Gelegenheit, warum Sie sich Trotzkis jüdischen Namens bedienen... Ich bin sehr neugierig... ;)

29.11.2018 22:05 Janes 74

@Leo Bronstein 68

26.09.1980 München Oktoberfest: 13 Tote, 213 Verletzte: Täter war ein Nazi.
Seit 1990 gabs in Deutschland über 150 Morde durch Nazis.
2000-2007 NSU: 10 Tote, Dutzende Verletzte, 43 weitere Mordversuche, 15 Raubüberfälle. Täter waren Nazis
2013-2017: 3 Anschläge durch Nazis in Deutschland mit 10 Toten und 30 Verletzten

Bringt dir das Aufwiegen von Tot und Leid jetzt was?

[Liebe User,
bitte bleiben Sie beim Thema.
Kommentare ohne Bezug zum Thema des Artikels werden entsprechend unserer Kommentarrichtlinien (http://www.mdr.de/service/kommentarrichtlinien100.html) nicht freigegeben.
Ihre MDR.de-Redaktion]

29.11.2018 22:04 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch" 73

Zitat #69:
"Es gibt mehr auf der Welt als Schwarz und Weiß oder Gut und Böse."

... oder "rotrotgrün und braun"!

29.11.2018 21:58 hanseate 72

Janes @69 Wenn sie UWE belehren wollen, über Recht und Unrecht, schauen sie doch bitte mal in den Spiegel.

[Liebe User,
bitte bleiben Sie beim Thema.
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Ihre MDR.de-Redaktion]

29.11.2018 21:52 Janes 71

@gerd 65:
Im Zeitraum von 2013-2017 gab es im Irak 13226 Terroranschläge mit 37471 Toten.
In Afganistan 7025 Anschläge mit 22334 Toten
und auf Platz 3 ist Pakistan mit 6124 Anschlägen mit 7112 Toten.

Zum Vergleich hatte Deutschland im selben Zeitraum 131 Anschläge (aller politischer Richtungen) mit 34 Toten.

Also ein bisschen mehr Respekt vor dem Leben, wenn es geht!

29.11.2018 21:46 hanseate 70

Mare NOSTRUM@66 Was in derEU als normal gilt, zeugt anderswo in SACHSEN als befremdlich, gegen die Interessen des Landes und ihrer Bürger,abgehoben von der Realität, verordnet von oben herab, Bevormundung der Bürger, Gier, mangelnde Einsicht für die Probleme der einzelnen Mitgliedsstaaten,etc, etc.

29.11.2018 21:40 Janes 69

@Uwe 62: Uwe-auch du musst lernen zu sehen, wenn du mal im Unrecht bist. Und wenn du andere immer mit Farben anmalst, darfst du dich nicht wundern, wenn du dich selbst mit Farbe bekleckerst.

Wenn du kein Brauner bist, verhalte dich nicht wie einer!

Man muss Menschenfeindlichkeit und Rassismus klar benennen. Da gehört kein Funken Fantasie dazu, sowas richtig einzuordnen.
Im Moment bist aber du der, der eine Meinung anderer nicht erträgt und großzügig in politische Schubladen steckt. Jeder, der etwas sagt was dir nicht passt ist "rotrotgrünen". Da nimmst du es jemandem wirklich noch übel, wenn man vermutet das du ein Brauner bist???

Es gibt mehr auf der Welt als Schwarz und Weiß oder Gut und Böse.

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