Ein Mädchen sitzt am 14.09.2011 vor einer Wand in Hannover, auf der der Schatten einer Hand groß zu sehen ist - Symbolbild zum Thema Opfer von Gewalttaten.
Symbolbild Bildrechte: dpa

12.11.2019 | 06:13 Uhr Evangelische Kirche berät über Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs

Ein Mädchen sitzt am 14.09.2011 vor einer Wand in Hannover, auf der der Schatten einer Hand groß zu sehen ist - Symbolbild zum Thema Opfer von Gewalttaten.
Symbolbild Bildrechte: dpa

Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland berät am Dienstag in Dresden über die Aufarbeitung sexueller Missbrauchsfälle. Bereits geplant ist eine bundesweite Untersuchung von Missbrauch in der evangelischen Kirche und Diakonie. Erste Ergebnisse sollen 2021 vorliegen.

Missbrauchsopfer wird gehört

Am Dienstag soll in Dresden erstmals vor der EKD-Synode eine Frau sprechen, die als Mädchen von einem evangelischen Pfarrer missbraucht wurde. Betroffenenvertreter hatten kritisiert, die evangelische Kirche beziehe die Perspektive der Opfer zu wenig mit ein. Als Reaktion darauf wird jetzt ein Betroffenen-Beirat eingerichtet, der die evangelische Kirche bei der Aufarbeitung und Prävention sexueller Gewalt unterstützt.

Im kommenden Jahr stellt die EKD 1,3 Millionen Euro für die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen zur Verfügung. Bislang haben sich 770 Personen gemeldet, die innerhalb der evangelischen Kirche sexuelle Gewalt erfahren haben. Mehr als die Hälfte von ihnen waren zu der Zeit Heimkinder in diakonischen Einrichtungen.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.11.2019 | ab 6 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 12. November 2019, 06:13 Uhr

2 Kommentare

MDR-Team vor 3 Wochen

Hallo Herr Schlaemmer,

der Bericht des Beauftragtenrates zum Schutz gegen sexualisierte Gewalt - eines Gremiums immnerhalb der EKD - trifft keine Aussage zum Zeitraum der Taten.

Beste Grüße

Die MDR.de-Redaktion

Horst Schlaemmer vor 3 Wochen

Lieber MDR, zur Einordnung der hier vermeldeten Zahl (bisher 770 Rückmeldungen) wäre es sehr hilfreich auch zu erfahren, für welchen Zeitraum hier Missbrauchsfälle in der EKD/Diakonie erfasst und "aufgearbeitet" werden sollen.

Mehr aus Sachsen