Ein Wegweiser zur Sächsischen Polizeihochschule in Rothenburg im Landkreis Görlitz (Sachsen).
Bildrechte: dpa

Manipulationsvorwurf Experten untersuchen Prüfungsskandal in Polizeihochschule Rothenburg

Haben sächsische Kommissare ihren Dienstgrad rechtmäßig erworben? An der Polizeihochschule Rothenburg soll ein hoher Beamter Prüfungsaufgaben an Studenten weitergegeben haben. Jetzt hat Innenminister Roland Wöller eine Untersuchung eingeleitet.

Ein Wegweiser zur Sächsischen Polizeihochschule in Rothenburg im Landkreis Görlitz (Sachsen).
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Eine sechsköpfige Expertenkommission soll nach Angaben des sächsischen Innenministeriums das Prüfungswesen sowie die Abläufe und Strukturen an der Hochschule der Sächsischen Polizei in Rothenburg untersuchen. Insbesondere sollen die bisherigen Auswahl- und Zulassungsverfahren für Studenten überprüft werden.

Die Vorwürfe, die es zu klären gilt, wiegen schwer. Ein hoher Beamter soll Inhalte und Lösungen einer Klausur im Vorfeld der Prüfung an Studenten des 24. Jahrgangs der Hochschule weitergegeben haben. Der mutmaßliche Betrug war aufgeflogen, nachdem sich Studenten ihren Dozenten anvertraut hatten. Nach Angaben der Hochschule ist der Regierungsrat vom Dienst suspendiert worden. Zudem läuft ein Strafverfahren der Staatsanwaltschaft Görlitz gegen ihn sowie ein internes Disziplinarverfahren. Mitte November wurde zudem Hochschulrektor Harald Kogel ins Innenministerium versetzt. Sein Vize Thomas Boltz übernahm die kommissarische Leitung.

Der Abschlussbericht und entsprechende Empfehlungen der Experten werden im April 2019 erwartet.

Quelle: MDR/gg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsnradio | 13.11.2018 | 20:00 Uhr in den Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 05. Dezember 2018, 17:42 Uhr

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1 Kommentar

06.12.2018 11:43 na so was 1

Seit Oktober 2018 sind diese "Ungereimtheiten" an der Hochschule der Sächsischen Polizei in Rothenburg bekannt. Die Untersuchungen sollen im April 2019 abgeschlossen sein. Ein reichliches halbes Jahr sollen diese Untersuchungen dauern, und wieviel "Wahrheiten" werden dann offengelegt, Herr Innenminister Wöller (CDU) ?

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